Fast jeder Welser musste im Jahr 2019 eine Radarstrafe zahlen
WELS. Für die Einen sind die Radarkästen Abzockerei und digitale Weglagerei. Wenn man auf das Jahr 2019 zurückblickt und zugrunde legt, dass die Stadt knapp über 61.000 Einwohner hat, dann haben 59.257 davon im Vorjahr Post bekommen, weil sie zu schnell gefahren sind. 2018 waren es noch 42.652 gewesen.

„Diese Steigerung ist sicherlich durch die Senkung der Toleranzgrenze gegeben“, sagt der Einsatzleiter Verkehr beim Stadtpolizeikommando, Chefinspektor Andreas Weidinger. Bei den Anzeigen nach Laserpistolenmessungen gab es 2019 603 Anzeigen, 2018 waren es noch 277. Die Organstrafen haben sich in einem Jahr fast verdoppelt (2019: 2358 zu 2018:1277). „Wir haben die Kontrollen verstärkt und werden diese auch 2020 weiter ziehen, egal zu welcher Tages und Nachtzeit“, erklärt Weidinger.
Die Hotspots was den Raserverkehr angeht sind weiter die die B1 durch das Stadtgebiet aber auch die Osttangente. Aus Gesprächen mit Kollegen hat sich schon ein Trend erkennen lassen. Die Menschen sind rücksichtsloser unterwegs und lassen sich durch Handy, Kopfhörer und so weiter ablenken. „Das gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer“, ist Weidinger überzeugt. Die Zahl der erwischten Alkolenker (plus 0,8 Promille) ist auf 182 gestiegen (2018:165). Zwischen 0,5 und 0,8 Promille erwischten die Beamten bei den gesamt 7300 Kontrollen 64 Menschen (2018:50). Die Zahl der durch suchtgiftbeeinträchtigen Lenker stieg auf 44 (2018: 11). Insgesamt starben auf Welser Straßen sechs Menschen, 73 Radfahrer und 14 Fußgänger wurden verletzt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden