Schüler suchten den Widerstand in Spanien
WELS. Im Rahmen eines von der EU geförderten zweijährigen Erasmus+ Projekts beschäftigen sich Schüler aus Österreich, Spanien und Frankreich mit dem Thema „Spanische Republikaner in Mauthausen“.

Im Dezember trafen sich 80 Jugendliche im spanischen Xàtiva, um vor Ort intensiv zu arbeiten. Österreich war dabei mit 20 Jugendlichen der siebten Klassen sowie vier Lehrkräften des WRG/ORG der Franziskanerinnen Wels vertreten. Gemeinsam besuchte die internationale Gruppe zahlreiche Ausstellungen und Gedenkstätten in Xàtiva und Valencia, darunter den Friedhof von Paterna, wo zwischen 1939 und 1950 mehr als 2.200 Gegner des Franco-Regimes erschossen und in Massengräbern beerdigt worden waren.
Zeitzeugen-Gespräche
Ein Runder Tisch mit Angehörigen von nach Mauthausen deportierten Spaniern gab Einblicke in erschütternde persönliche Schicksale. In länderübergreifenden Workshops diskutierten die Jugendlichen über Intoleranz und Menschenrechtsverletzungen im heutigen Europa. Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten die jungen Leute die Ergebnisse ihrer Unterrichtsarbeit einem breiteren Publikum. Die Schüler des WRG/ORG der Franziskanerinnen referierten in englischer Sprache über österreichische Widerstandskämpfer im spanischen Bürgerkrieg, spanische Gefangene im KZ Mauthausen und über das „System Mauthausen“. Neben der intensiven Projektarbeit kamen die sozialen Kontakte nicht zu kurz. Die Jugendlichen unterhielten sich angeregt auf Englisch, Spanisch und Französisch und der Abschied war für manche tränenreich.
Nächstes Treffen in Wels
Das WRG/ORG der Franziskanerinnen Wels freut sich bereits auf das nächste Projekttreffen, das von 7. bis 12. Mai in Wels stattfinden wird.


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