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Agenda 21 in Thalheim: Über die Vorgehensweise ist man sich nicht ganz grün

Gerald Nowak, 28.01.2020 10:22

THALHEIM. In der Marktgemeinde startet ein Agenda 21-Prozess (siehe Infokasten). VP-Bürgermeister Andreas Stockinger freut sich auf viele gute Ideen. Die Grünen freuen sich ebenfalls, sehen aber in der Vorgehensweise ein Problem.

Projektbesprechung im Gemeindeamt: Bgm. Andreas Stockinger, DI Sabine Wurzenberger (SPES), Michael Heiß (Marktgemeinde), Mag. Johannes Meinhart (Regionalmanagement OÖ) und Wolfgang Mader (SPES) Foto: Marktgemeinde

„Wenn wir wirklich ein verbindliches Feedback und klar definierte Wünsche der Bevölkerung haben wollen, dann ist es widersinnig, wenn sich die Politik dabei aktiv einmischt. Wir würden uns daher wünschen, dass Gemeinderatsmandatare und Ersatzmandatare nicht Teil der inhaltlichen Arbeit sind, sondern erst bei Abschluss des Prozesses wieder eingebunden werden“, sagt Gemeindevorstand und NAbg. Ralph Schallmeiner. Bei der Steuerung und im Overhead erachte er die Beteiligung aber durchaus für sehr sinnvoll.

Infoabend am 13. Februar

VP-Bürgermeister Andreas Stockinger kann nur den Kopf schütteln: „Ich verweise auf den öffentlichen Infoabend am Donnerstag, 13. Februar, um 19 Uhr im Gemeindeamt. Dort können die Grünen ihre Fragen stellen, was sich die Macher der Agenda 21 dabei gedacht haben. Das ist ja nicht der erste Prozess, den sie durchführen.“ Er finde es „ein wenig befremdlich, dass man sich zwar immer solche Prozesse wünsche und dann verwundert ist. Ich habe vollstes Vertrauen in die handelnden Personen und freue mich auf Ideen“.

Durch den Agenda 21-Prozess erhoffe man sich wertvolle und umsetzbare Impulse aus der Bevölkerung, wovon einige auch realisiert werden sollen.

In den kommenden Monaten wird intensiv daran gearbeitet. Der Infoabend bietet eben den genauen Überblick, wie der Agenda-Prozess über die Bühne gehen wird.

Agenda 21

Das Programm Agenda 21 des Landes ermöglicht es, die für die Gemeinde wichtigen Zukunftsfragen und Themen zu diskutieren. Im Agenda 21-Prozess bringen Bürger ihre Ideen und Anliegen ein. Zusammen mit der Gemeindevertretung und der Verwaltung werden in einem Agenda 21-Zukunftsprofil Ziele, Visionen und konkret umsetzbare Maßnahmen für eine nachhaltige Gemeindeentwicklung formuliert. Ziel ist die gemeinsame Sicherung und Verbesserung der lokalen Lebensqualität für gegenwärtige und künftige Generationen in der Gemeinde.

Die SPES Zukunftsakademie begleitet das Projekt und das Land stellt Fördermittel zur Verfügung.


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