Vorfreude auf den Welser Kulturherbst
WELS. Die Kultursaison 2019/2020 war eine der herausforderndsten überhaupt. Jetzt blickt man zuversichtlich in den Herbst und auf die Wiedereröffnung des Stadttheaters. Was bringt der Neustart?

Dass aufgrund des Umbaus das Stadttheater rund eineinhalb Jahre nicht zur Verfügung stehen würde, war geplant und vorbereitet. Man wich in die Stadthalle und andere Säle aus. Die Absagen und Verschiebungen der Kulturveranstaltungen aufgrund der Covid-19-Pandemie machten die abgelaufenen Saison aber dann zu einer besonders herausfordernden Zeit. Leider sprangen viele Abonnenten in dieser „Auswärts-Saison“ ab. Diese und noch weitere will man in der Saison 2020/20212 wiedergewinnen.
Stadttheater-Eröffnung mit Welser-Möst
Am Freitag, 6. November wird das Stadttheater nach seiner Komplett-Sanierung mit einem Festakt wieder eröffnet (19.30 Uhr, Eintritt frei, Zählkarten). Es spielt das Orchester der Landesmusikschule Wels unter Direktorin Martina Franke. Franz Welser-Möst wird die Festansprache halten, Walter Rescheneder wird moderieren.
Die Eröffnungsproduktionen werden am Freitag, 13. und Samstag, 14. November über die Bühne gehen. Bei „Beschränkt beziehungsfähig“ handelt es sich um eine Uraufführung und echte Eigenproduktion. Schulen, Vereine, Theater- und Musikgruppen präsentieren sich gemeinsam auf der Bühne und im Orchestergraben. Die Proben beginnen im August.
Neue Konzepte
Im Stadttheater werden die Orchestermuschel, die Bestuhlung, der Boden und die Bühnentechnik erneuert. Einer Runderneuerung hat man auch die Werbelinie und das Abonnementkonzept unterzogen. Mit einer neuen Gold-Karte können Abonnenten künftig alle 36 Veranstaltungen aus dem Theater- und Konzertspielplan besuchen. Die neue Silber-Karte bietet wahlweise alle Abende des Theaterspielplanes oder alle Abende des Konzertspielplanes. Auch Spartenabos wird es geben.
Preislich besonders attraktiv sind die Abos für Familien oder die Jugend und der Schulspielplan (Aufführungen am Vormittag).
Durchdachte Spielpläne
Der von Helmut Schmidinger intendierte Konzertspielplan steht in der kommenden Saison unter dem Motto „Kontrapunkte“. Diese zeigen sich sowohl in der Saisonkonzeption als auch in den Konzertprogrammen (12 Konzerte). Zum Beispiel gibt es einen Abend aus der Blütezeit der kontrapunktischen Komponierkunst (19. Jänner) oder es werden Kontrapunkte mit einem Konzert mit der Gruppe „Mnozil Brass“ gesetzt (25. März).
Beim Theaterprogramm ist ein Mix aus bekannten Stücken und Neuheiten geplant. Besucher dürfen sich auf eine Operngala mit Jörg Schneider (22. November) oder einen Theaterabend mit Adele Neuhauser (17. Dezember) freuen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden