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WELS. Der Straßenverkehr nicht nur auf den Autobahnen nimmt immer mehr zu. Deswegen braucht es auch einen ordentlichen Lärmschutz. Das ist für viele Bürger ein großes Anliegen.

Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2019. Foto: Nowak
Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2019. Foto: Nowak

Hermine Zaunmair setzt sich seit Jahren unermüdlich für bessere Lärmschutzmaßnahmen für die Bewohner nördlich der Autobahn ein. „Wir leben mit dem kontinuierlichen Dauerrauschen des Autobahnlärms und das ist langfristig kein Zustand“, sagt die in der Sache sehr engagierte Welserin. Sie hat deshalb schon zahlreiche Gespräche geführt mit Menschen, denen es so geht wie ihr, mit Politikern und mit Experten. Gefruchtet hat all das bislang nur bedingt. „Beim Lärmschutz geht es um unser aller Gesundheit – von den Kindern über die Jugendlichen bis zu uns Seniorinnen. Als Bürgerin habe ich den Eindruck, dass das alles viel zu langsam geht.“

„Nach wie vor steht das Schutzgut Mensch nicht an der Spitze der Planungs- und Umsetzungswirklichkeit. Dabei geht es hier nicht zuletzt darum, dem vielgepriesenen Klimaschutz ein konkretes Maßnahmengesicht zu geben“ GR Peter Sönser (Grüne)

Die Forderungen der lärmbelasteten Bürger sind zum Beispiel: Einsatz eins lärmmindernden Fahrbahnbelages, Errichtung von Lärmschutzwänden, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, die Berücksichtigung des gestiegenen und weiterhin steigenden Verkehrsaufkommens. „Welchen Effekt Maßnahmen wie die Reduzierung der Geschwindigkeit auf der Autobahn im Stadtgebiet auf 80 Stundenkilometer hat, zeigt sich im derzeit eingerichteten Baustellenbereich“, berichten Anwohner, die ebenfalls endlich spürbare, dauerhafte Entlastungen fordern.

„Während der Wochen des Corona-Lockdowns war es für uns ein regelrechtes Aufatmen. Das Verkehrsaufkommen hatte sich drastisch reduziert und plötzlich hatten wir eine lang nicht mehr gekannte Lebensqualität“ Hermine Zaunmair

Einen wesentlichen Schritt vorwärts erhofften sich die Bürger vom „Modellprojekt Lärmschutz Wels“, das gemeinsam von Stadt und Asfinag umgesetzt wird. „Die Planungsstrategie ist, sich das Thema Lärm gesamt anzusehen und anhand einer schutzgüter- und auswirkungsorientierten Betrachtungsweise geeignete Lärmschutzmaßnahmen zu entwickeln“, erklärt Peter Sönser, auf dessen Initiative der Antrag vom Gemeinderat am 3. Julli 2017 beschlossen wurde. Dazu hat die Asfinag neuerliche Lärmmessungen im Stadtgebiet durchgeführt.

„Nach wie vor steht das Schutzgut Mensch nicht an der Spitze der Planungs- und Umsetzungswirklichkeit. Dabei geht es hier nicht zuletzt darum, dem vielgepriesenen Klimaschutz ein konkretes Maßnahmengesicht zu geben“, so Sönser abschließend.

Gewinn von Lebensqualität

Für die Bürger heißt es jedoch einmal mehr: bitte warten. „Während der Wochen des Corona-Lockdowns war es für uns ein regelrechtes Aufatmen. Das Verkehrsaufkommen hatte sich drastisch reduziert und plötzlich hatten wir eine lang nicht mehr gekannte Lebensqualität“, erzählt Hermine Zaunmair, die nun endlich konkrete Maßnahmen sehen will. Denn es geht ihr und den vielen anderen Betroffenen um nichts weniger als um die Gesundheit.


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