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Klinikum Wels-Grieskirchen: Akut-Versorgung ist gesichert

Gerald Nowak, 03.11.2020 12:24

WELS. Die nächsten Wochen werden schwierig. Da sind sich alle einig. Tips sprach mit Klinikum Geschäftsführer Dietbert Timmerer über die aktuelle Situation  

Dietbert Timmerer  Foto: Klinikum/Fleischmann
Dietbert Timmerer Foto: Klinikum/Fleischmann

Tips: Wie viele Mitarbeiter beziehungsweise Stationsbetten (normal und intensiv) sind für Covid-19-Patienten verfügbar? 

Timmerer: Aufgrund der steigenden Zahlen der Covid-19-Patienten, die stationär beziehungsweise intensivmedizinisch betreut werden müssen, werden die dafür notwendigen Spitalskapazitäten oberösterreichweit koordiniert. Diese Kapazitäten werden laufend angepasst. Im Klinikum Wels-Grieskirchen verzeichnen wir ebenso eine rasant steigende Anzahl an Covid-19-positiven Patienten und Verdachtsfällen. Um die Patienten adäquat zu versorgen, wurden und werden die Infektionsstationen zur Betreuung von Covid-19-Patienten nach einem Stufenplan erweitert. So stehen in den nächsten Tagen insgesamt 155 Betten zur Verfügung, davon 105 in Wels und 50 in Grieskirchen. Darüber hinaus können die Covid-Intensivkontingente entsprechend einem Stufenplan schrittweise erweitert werden. Insgesamt haben wir 25 Intensivbetten im Klinikum, die bei Bedarf erweiterbar wären. Die Anzahl jener Patienten, die intensivmedizinisch zu betreuen sind, ist derzeit auf stabilem Niveau, wir rechnen jedoch in den nächsten Wochen mit einer deutlichen Zunahme. Die Belegung der Intensivbetten wird zudem oberösterreichweit trägerübergreifend koordiniert, um Auslastungsschwanken auszugleichen. Im Hinblick auf die erforderlichen Personalressourcen müssen wir Stationen teilweise schließen und unsere planbaren Leistungen deutlich reduzieren. Dieser Schritt ist notwendig, um die Versorgung von Covid-Patienten und anderen Akutfällen zu jeder Zeit sicherzustellen.

Tips: Schafft man noch die Versorgung der Akut-Patienten?

Timmerer: Die Akut-Versorgung ist zu jeder Zeit gesichert. Notfälle werden sofort behandelt. Alle Sicherheitsmaßnahmen und Anpassungen der planbaren Leistungen zielen in erster Linie darauf ab, die Versorgung von Akutpatienten und Covid-19-Patienten sicherzustellen. Menschen mit akuten Beschwerden sollen keine Angst davor haben, auch während der Coronapandemie die Notfallambulanz aufzusuchen. Durch die ausgezeichnete Arbeit unserer Mitarbeiter und der Krankenhaushygiene sind wir für Akutfälle jederzeit gerüstet. Umgekehrt appellieren wir, dass Patienten, die Corona-positiv sind, wirklich nur dann das Krankenhaus aufsuchen, wenn eine stationäre Versorgung unabdingbar ist. Diese Entscheidung trifft der Hausarzt, der im Bedarfsfall eine Überweisung veranlasst.

Tips: Was können sie Patienten raten, für die jetzt eine Untersuchung ansteht?

Timmerer: Derzeit sind für alle Ambulanzen mit Ausnahme der Notfallambulanzen Termine erforderlich. Das heißt, Patienten müssen mit entsprechender Überweisung durch den Haus- oder Facharzt einen Termin in der jeweiligen Ambulanz vereinbaren. Diese werden an der Schleuse nach dem Gesundheitscheck erfragt. Die Termine sind pünktlich wahrzunehmen. Der Einlass durch die Schleuse ins Klinikum ist maximal eine halbe Stunde vorher gestattet. Aufgrund der aktuell notwendigen Anpassung der planbaren Leistungen kann es sein, dass Termine verschoben werden müssen. Die Planung der Untersuchungen und stationären Eingriffe erfolgt nach medizinischer Dringlichkeit durch die entsprechenden medizinischen Abteilungen. Patienten, deren geplanter Termin abgesagt werden muss, werden von den Abteilungen kontaktiert.

Tips: Wie sehen die derzeitigen Sicherheitsvorkehrungen im Klinikum aus?

Timmerer: Wir halten uns streng an die Hygienerichtlinien: Im gesamten Klinikum gilt Maskenpflicht, sowohl für Mitarbeiter, als auch für Besucher und Patienten. Darüber hinaus fordern wir eine konsequente Händehygiene und Abstand-halten. Mit Schutzwänden aus Plexiglas und der Sperre von Warteplätzen in Ambulanzen wurden weitere Schutzvorkehrungen getroffen. Die allgemeinen Hygienerichtlinien, Verhaltensregeln und Sicherheitsvorkehrungen gelten natürlich auch zum Schutz unserer Mitarbeiter. Mit der oberösterreichweit gültigen Besuchseinschränkung und Zugangsbeschränkungen für Externe werden Frequenzen und somit das Infektionsrisiko reduziert.


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