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Strategiewechsel: Der Welser Bürgermeister fordert Impfstraßen für die Bevölkerung

Gerald Nowak, 13.01.2021 14:46

WELS. In den Senioreneinrichtungen der Stadt haben die Impfungen begonnen. Bürgermeister Andreas Rabl ist froh, dass es endlich losgeht findet aber, dass die Impfstrategie des Bundes geändert werden muss.

Bewohnerin Hildegard Wurmhöringer (Jahrgang 1936), Dr. Wolfgang Raus sowie Diplom-Gesundheits- und Krankenpflegerin Margot Rosner. Foto: Stadt

Durchgeführt werden die Impfungen von insgesamt neun Hausärzten unter der Leitung von Dr. Wolfgang Raus. „Die Verabreichungen der Impfungen muss über Impfstraßen erfolgt, da auf diesem Wege koordiniert sehr viel effizienter geimpft werden kann.“ Nachdem am Messegelände auch die Teststraßen für die Massentestung eingerichtet, können auch hier Impfstraßen entstehen. Das Messegelände ist leicht erreichbar und bietet genügend Platz. Damit kann rasch und effizient die Bevölkerung geimpft werden,

Aufklärung

Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt (FP): „Als Referentin für Seniorenheime ist mir besonders wichtig, dass wir endlich möglichst viele unserer Bewohner und Mitarbeiter impfen können. Gerade diese Gruppe hat enorm unter dem Virus gelitten, weil sie erkrankt sind oder weil sie wegen der strengen Besuchsregelungen unter der Einsamkeit leiden mussten.“´´

Vier Tage lang in den Welser Altenheimen

Zwischen 12. Jänner und 15. Jänner waren die Ärzte in den städtischen Seniorenheimen unterwegs. Im Schnitt haben sich in den Häusern der Seniorenbetreuung bis zu 80 Prozent der Bewohner für eine Impfung angemeldet. Bei den Mitarbeitern der Heime, des Tageszentrums und der Demenz-Wohngemeinschaften liegt die Teilnehmerquote bei rund 30 Prozent.

Zweite Welle 

In der zweiten Welle werden exponierte Personen geimpft. Dazu zählen etwa medizinisches Personal, Berufssanitäter und ältere Personen, die zu Hause leben. Derzeit wohnen in Wels 2.952 Personen im Alter von mehr als 80 Jahren nicht in Senioreneinrichtungen. Für diese Personen sind Impfungen für die Kalenderwochen drei und vier vorgesehen. Die Dosen werden vom Bund zur Verfügung gestellt und über das Land verteilt. Die Anmeldung kann online oder telefonisch beim Land erfolgen, dort werden in der Folge auch die konkreten Termine zugewiesen, heißt es seitens der Stadt.

Aufklärung und Transparenz gefordert

Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber (SP): „Die Impfung ist die einzige Chance, unser normales Leben wieder zurückzuholen. Die Anmeldung für Impfungen muss möglichst unkompliziert und unbürokratisch funktionieren.“ Sie erwarte sich eine umfassende und transparente Aufklärung zu dem Thema seitens der Bundesregierung. 


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