Landwirte fordern: Wege benutzen und keinen Müll hinterlassen
WELS/WELS-LAND. Die Natur ist ein wertvoller Freizeit- und Erholungsraum für alle, aber auch Arbeitsplatz und Lebensgrundlage für die Land- und Forstwirtschaft. Es braucht ein respektvolles Miteinander, appellieren die Landwirte an die Freizeitsportler.

Spazieren, Wandern, Radfahren oder draußen grillen – es gibt nichts Schöneres, als die Freizeit in der Natur zu verbringen. In unserer von den Landwirten so gepflegten Landschaft bieten sich hier viele Möglichkeiten. Die Landwirte investieren aber viel Zeit und Energie in die Pflege und Erhaltung der Wiesen, Felder und Wälder, sie sind deren Existenzgrundlage. Die Landwirtschaft stellt auch unsere Lebensmittelversorgung sicher.
Bei Freizeitaktivitäten in der Natur kommt es immer wieder zu Berührungspunkten und leider auch Konflikten mit der Landwirtschaft. Wenn einige wichtige Spielregeln beherzigt werden, kann ein harmonisches Miteinander funktionieren.
Markierte Wege benutzen
Landwirtschaftliche Nutzflächen sind Eigentum der Bauern und dürfen grundsätzlich nur mit deren Zustimmung betreten werden. „Öffentlich markierte Geh- und Radwege zu benutzen, die auch oft durch land- und forstwirtschaftliche Flächen führen, sollte für Naturnutzer höchste Priorität haben. Nur so können Freizeitnutzung im Grünen und Lebensmittelproduktion nebeneinander stattfinden“, erklärt Bezirksbauernkammerobmann Leopold Keferböck aus Sipbachzell.
Nicht überall parken
Autos dürfen nicht auf allen landwirtschaftlichen Grundstücken abgestellt werden. Dadurch können breite landwirtschaftliche Maschinen oft nicht vorbeifahren oder es wird Futtergras niedergefahren. Rechtlich ist das eine Besitzstörung, Landwirte sehen aber meistens von einer Klage ab. Einfach mit Hausverstand parken, appellieren die Bauern an die Fahrzeuglenker.
Keinen Müll hinterlassen
Felder und Wiesen sind Lebensgrundlage für Tier und Mensch. Hinterlassener Müll und Hundekot in der Natur sind nicht nur respektlos, unappetitlich und unakzeptabel, sie stellen auch in der Fütterung ein großes Gesundheits- und Verletzungsrisiko für die Tiere dar.
Auch Gemeinden sind gefordert
„Ein respektvoller Umgang ist unumgänglich“, sagt die Vorsitzende des Bäuerinnen-Beirates Margit Ziegelbäck aus Steinhaus. „In aller Regel helfen Informationen und Gespräche für ein respektvolles und harmonisches Miteinander. Auch Gemeinden können mit touristischen Konzepten und klaren Beschilderungen ihren Beitrag dazu leisten“, ergänzt die Vertreterin der Landwirtschaft im Bezirk.


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