Sichere Straßen auch im Winter
WELS/WELS-LAND/OÖ. Die Straßenmeistereien rüsten sich schon für die kommenden Wochen. In den letzten Jahren wurden auch intensive Studien und Feldversuche zur Optimierung der Salzstreuung und der Schneeräumung durchgeführt.

Seit Jahren ist die Feuchtsalzstreuung mit erhöhten Soleanteilen Stand der Technik. Die flüssige Salzsole verhindert die Verwehung und bewirkt das Anhaften des Streugutes auf der Straße und damit eine wesentlich längere Liegedauer im Vergleich mit Trockenstreuung.
„Wenn die Schneeflocken fallen, braucht es fleißige Hände, um die Straßen sicher und befahrbar zu machen. Für einen Flockdown sind die Straßenmeistereien trotz Lockdown bestens gerüstet. Um für sichere Straßen sorgen zu können, werden wissenschaftliche Erkenntnisse, technische Hilfsmittel und effiziente Einsatzplanungen optimal miteinander kombiniert“, erklärt der zuständige Landesrat Steinkellner. Das Land Oberösterreich ist dazu in ständigem Kontakt mit der Wissenschaft.
Modernste Technik wird verwendet
Die Einsatzsteuerung läuft koordiniert und effizient unter Einbindung moderner Hilfsmittel ab. Winterdienstkoordinatoren in den Straßenmeistereien sind für die Einsatzplanungen des Winterdienstes verantwortlich. Unter Zuhilfenahme von Glättefrühwarnsystemen, Straßenkameras und Wetterprognose-Tools werden relevante Informationen gesammelt.
Auch bei heftigeren Witterungen besteht keine Gefahr durch zu knappe Lagerbestände, heißt es seitens des Landes. Die Bestände an Auftausalz sind in 108 Silos und fünf Lagerhallen eingelagert. Hier befinden sich rund 32.500 Tonnen Streusalz.
Heuer wurden seit 1. Oktober von der Straßenmeisterei Wels bereits acht Tonnen Streusalz verwendet. Im Vergleichszeitraum im Vorjahr waren es schon 23 Tonnen. Oberösterreichweit wurden in der heurigen Winterdienstsaison schon 714 Tonnen Streusalz verbraucht.
Trotzdem Fahrverhalten anpassen
„Der Winter war bisher nur in höheren Lagen spürbar. Dennoch können sich gerade zu dieser Jahreszeit Fahrbahnzustände rasch verschlechtern. Blitzeis, Glätte, Schnee und Laub sind Risiken auf die es zu reagieren gilt. Auch wenn die fleißigen Winterdienstmitarbeiter/innen den Kampf gegen diese Gefahren tagtäglich aufnehmen, ist das Fahrverhalten den entsprechenden Witterungsverhältnissen unbedingt anzupassen“, sagt Steinkellner abschließend.
Auf Gehsteigen auf Salz verzichten
Indes appelliert die Stadt Wels an Privatpersonen schädliche Chemikalien und Streusalz aus Tierschutzgründen nicht zu verstreuen. Das kann vor allem bei Hunden zu schweren Problemen am Fell und den Pfoten führen. Tierfreundlichere Mittel gegen Eisglätte sind Sand oder Rollsplitt. Wertvolle Tipps gibt es unter der Telefonnummer 0662/843 255.


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