„Ich empfehle jungen Menschen, eine Weile im Ausland zu verbringen“
HOLZHAUSEN. Ein ganzes Semester verbrachte der 22-jährige Student Clemens Sonntagbauer in Schweden. Den Tips berichtet er von seinem Studienaufenthalt.

Eigentlich studiert Clemens Sonntagbauer aus Holzhausen Logistik-Management an der Fachhochschule in Steyr. Für die Zeit zwischen September letzten Jahres und Jänner des heurigen Jahres hat er seinen Studienort allerdings an die Universität Örebro verlegt, einer Stadt im Süden Schwedens.
Kurssprache Englisch
Er belegte mehrere Management-Kurse, die in Englisch gehalten wurden. Das machte es natürlich schwerer, den Lerninhalten zu folgen. Trotzdem ist ein Studienaufenthalt im Ausland etwas, was der 22-Jährige nur wärmstens empfehlen kann. „Ich empfehle jedem jungen Menschen eine Weile im Ausland zu verbringen, da das neben dem Verbessern der Sprache sehr die Selbstständigkeit fördert und man viel Lebenserfahrung gewinnt. Man findet Freunde aus der ganzen Welt“, schwärmt der Student. Und auch wenn Sonntagbauer keine Sprachkurse belegt hat, einige Ausdrücke hat er natürlich auch so gelernt, wie zum Beispiel, dass Bier „Öl“ genannt wird.
Die Pandemie hat er ganz anders erlebt als in Österreich: „Im Vergleich zu Österreich gab es kaum Restriktionen, was gerade für junge Menschen, die den Kontakt suchen, sehr von Vorteil ist. Schweden hatte nie eine Maskenpflicht, auch nicht bei Großveranstaltungen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln“, kann Sonntagbauer erzählen.
Kurze Tage
An den Winter in Schweden musste er sich allerdings erst gewöhnen. „Da die Sonne bald untergeht, sollte man das Lernen auf Vormittag oder Abend verschieben, damit man die Sonnenstunden für Aktivitäten an der frischen Luft nutzen kann“, wie der Student meint. „Bei uns gab es in der Kälteperiode aber auch viele Indoor-Sportaktivitäten.“
Dem Sport hat er sich wie zu Hause auch in Schweden gerne gewidmet, egal ob aktiv oder als Zuschauer. Das Spielniveau beim Eishockey ist sehr hoch, hat er bei seinen Besuchen im Stadion bemerkt. Selbst hat er den „Frisbee-Golf“ gelernt. Abends ging‘s in Studentenlokale.
Viele schöne Erlebnisse
Besonders fasziniert am Norden hat Clemens die Architektur, besonders die roten Häuser. „Die schönsten Erlebnisse waren aber definitiv die Reisen, die ich mit anderen Austauschstudenten unternommen habe. Ich war in Oslo und Bergen in Norwegen und in Finnland, um die Polarlichter zu sehen. Auch das Kennenlernen und Austauschen mit Studenten aus aller Welt wird mir gut in Erinnerung bleiben“, erzählt der Holzhausner, der zu Hause Mitglied der Feuerwehr ist und gern Volleyball spielt.


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