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WELS. Die Jugendarbeit in der Stadt ist im Umbruch. Der Kontakt zu den Jugendlichen wird intensiviert. Das heißt in den sozialen Medien für Aufmerksamkeit sorgen, aber auch die Kids persönlich wieder antreffen. Aber auch in der Infrastruktur gibt es Änderungen.

Der Jugendtreff in der Lichtenegg wird mit 1. Juli geschlossen. (Foto: Tips)
Der Jugendtreff in der Lichtenegg wird mit 1. Juli geschlossen. (Foto: Tips)

Der Jugendtreff in der Lichtenegg am Rosenhag ist bald Geschichte. „Keine leichte Entscheidung für uns. Aber die Kids wollen draußen unterwegs sein. Am Standort in der Lichtenegg fehlen die Möglichkeiten durch den fehlenden Außenbereich mitten im Wohngebiet“, meint der zuständige Referent Vzbgm. Gerhard Kroiß (FP). Das neue Jugendzentrum in der Noitzmühle wird in den Außenbereichen erweitert. Das bedeutet mehr Sportmöglichkeiten. Ebenfalls wird in den Treff in der Neustadt investiert. Die Holzhütte sieht nicht einladend aus. Außerdem häufen sich die Beschwerden rund um das Zentrum: „Es hat Gespräche mit den Betreuern, Ordnungswache, aber auch Polizei gegeben. Wir werden da genauer hinschauen“, so Kroiß. An anderen Hotspots in der Stadt ist es ruhiger geworden. Das größte Problem in der Jugendarbeit will Kroiß gar nicht verhehlen: „Uns fehlen Mitarbeiter. Wir haben Abgänge, die wir gar nicht nachbesetzen können, da es keine Bewerber gibt. Wir schreiben zwar aus, aber es meldet sich niemand“, so der freiheitliche Kommunalpolitiker. Ob die Stadt als Arbeitgeber so unattraktiv ist oder ob der Beruf generell nicht attraktiv ist, kann Kroiß selbst nicht beantworten.

Das Strategiekonzept

Vorgesehen sind unter anderem eine Erweiterung der Jugendtreff-Öffnungszeiten sowie eine bedarfsorientierte Öffnung einzelner Treffs auch an Samstagen. Diese werden so wie bisher doppelt von städtischen Mitarbeitern besetzt. Wenn die Fluktuation bei den Jugendarbeitern nicht so weitergeht, wird dies auch gelingen. Weiters soll die mobile Jugendarbeit (außerhalb der Jugendtreffs) verstärkt werden. Ebenfalls im Konzept vorgesehen sind mehr Veranstaltungen und Workshops sowie die Intensivierung der Social-Media-Aktivitäten und eine engere Zusammenarbeit mit dem AMS (Jobcoaching). Die zuständigen Mitarbeiter werden durch Weiterbildungen, Teambuilding-Aktivitäten und eine moderne IT-Ausstattung sowie Smartphones in ihrer Arbeit unterstützt, meint Kroiß. „Ich denke, nachdem die Corona-Beschränkungen gefallen sind, sind wieder persönliche Treffen möglich und wir können die Kontakte wieder zum Wohle aller intensivieren.“


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