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LAMBACH. Wie die Arbeit in der Landwirtschaft am besten kommuniziert werden kann, darüber machte man sich im Rahmen eines Vortrags- und Diskussionsabends im Agrarbildungszen­trum Gedanken.

Vertreter der Schule, der Bezirksbauernschaft und der Landjugend überlegten sich, wie Konsumenten erfahren, was Arbeit in der Landwirtschaft bedeutet. (Foto: Bauernschaft)

Bauernkammer, Landjugend und Absolventenverband luden dazu Kommunikationsexpertin Claudia Zinner ein. Die Referentin ist selbst auf einem Bauernhof im Waldviertel aufgewachsen, und hat sich nach Stationen in der Politik mit einem Kommunikationsbüro für Landwirtschaft selbstständig gemacht.

Bis jetzt war es in der Geschichte der Menschheit noch nie notwendig, die Arbeit auf einem Bauernhof zu erklären, weiß Claudia Zinner. Viele Konsumenten haben heute aber keine Ahnung, wie Lebensmittel produziert werden. Somit fehlt das Verständnis für die Arbeit der Bauern. „Das muss sich ändern, auch wenn es viel zusätzliche Arbeit bedeutet!“ appellierte Zinner. Eine eigene Homepage, ein aussagekräftiges Logo für den Hof oder eine Visitenkarte sind Beispiele wie die Landwirtschaft und ihre Leistungen für die Gesellschaft wieder sichtbar werden können.

Wie echte Landwirtschaft, abseits vom Werbeidyll, passiert, muss den Menschen nähergebracht werden – darüber war man sich einig.

Die Landjugend - unter der Leitung von Anna-Maria Bäck und Sebastian Deixler-Wimmer - warfen bei einem pointierten Sketch zu Beginn der Veranstaltung die Frage auf, ob es für die Jungen noch Sinn mache den elterlichen Bauernhof zu übernehmen.

Durchaus lautete die Antwort der Referentin, jedoch braucht es viel Kommunikation und auch Innovationsgeist, um die Wertschätzung und somit auch die Wertschöpfung auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Österreich zu erhalten. Denn leider ist im Supermarkt meist der Preis das ausschlaggebende Kriterium – und der ist in Ländern mit geringeren Produktionsstandards definitiv geringer.


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