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WELS. Das Soziale Wohnservice (SWS) mit seinen vielfältigen Angeboten hilft Wohnungslosen oder Menschen, die kurz davor stehen ihren Platz zu verlieren. Die Auswirkungen der Pandemie und auch die Teuerungswelle machen die Situation nicht einfacher.

Das Soziale Wohnservice Wels in der Eisenhowerstraße. (Foto: Tips)
Das Soziale Wohnservice Wels in der Eisenhowerstraße. (Foto: Tips)

SWS Geschäftsführerin Bettina Reichhold: „Wohnungslosigkeit kann jeden von uns treffen. Die Auswirkungen der Pandemie und die vor uns stehende Teuerungswelle lassen auf einen langen Atem hoffen und dass es wieder mehr menschelt“. In den Beratungen zeigt sich oft, dass bei vielen Klienten nach Auslaufen der gesetzlichen Stundungen die Situation immer schwieriger wird. „Die Schuldenregulierung bedarf einer gesicherten Wohnsituation, welche oftmals an der Bonitätsprüfung scheitert. Dieses Dilemma führt zu prekären Wohnverhältnissen “, erklärt die SWS-Vorstandsvorsitzende Petra Wimmer. Psychische Beeinträchtigungen gepaart mit einer Sichterkrankung stellen einen signifikanten Problemschwerpunkt dar.

Bilanz 2021

So wurde das Angebot des Tageszentrums in der Salzburger Straße täglich von durchschnittlich 19 Personen genutzt. Die Notschlafstelle diente für 5.615 Übernachtungen mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 87 Nächten, wobei das Angebot von Frauen während der Lockdowns auffallend öfter in Anspruch genommen wurde. Das Wohnhaus selbst beherbergte vier Frauen und 13 Männer mit großteils psychischer Beeinträchtigung, während in den Übergangswohnungen insgesamt acht Frauen, elf Männer und neun minderjährige Kinder untergebracht werden konnten.

Ausblick

Zuversichtlich sehen Wimmer und Reichhold dem Zugang zu gefördertem Wohnbau, unter anderem durch „Housing First“, entgegen. Das vom Sozialministerium geförderte Projekt, bei dem es keinen Zwischenstopps in einer Notunterkunft bedarf, sondern von Beginn an ein eigener Mietvertrag gewährleistet wird, ist in kurzer Zeit erfolgreich angelaufen. Dieser raschere Zugang ohne Übergangslösung könnte den Zugang für Wohnungen für stigmatisierte Zielgruppen erleichtern.


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