Innenbereich der Offenhausener Kirche wird renoviert und teilweise neu gestaltet
OFFENHAUSEN. Ein Kulturgut und Wahrzeichen der Gemeinde, die Pfarrkirche, erfährt über den Sommer um 717.000 Euro eine Innenraumrenovierung. Dazu sind Höchstleistungen notwendig, wie die Pfarrverantwortlichen berichten. Gestartet wird gleich nach Pfingsten.

Die Stephanus-Kirche, die Pfarrkirche der Marktgemeinde Offenhausen, braucht im Innenraum dringend eine Sanierung. Die Feuchtigkeit ist ein ständiger Begleiter im Gebäude und die Technik ist veraltet. Deshalb wird die Sanierung über den heurigen Sommer in Angriff genommen.
Umfassende Arbeiten
Wo notwendig, wird der Verputz erneuert, der Stuck im Gewölbe ausgebessert und neu ausgemalt. Es werden Glasfenster-, Fußboden- und Steinmetzarbeiten durchgeführt. Außerdem werden die Elektroinstallationen und die Licht- und Tontechnik erneuert. Die Kirchenbänke werden renoviert und in der Anzahl verringert. Der dadurch frei gewordene Raum im Eingangsbereich wird ansprechend gestaltet. Die Gänge links und rechts werden verbreitert.
Neu gestaltete Seitenkapelle
In der südlichen Seitenkapelle wird ein zeitgemäßes Kunstprojekt des aus Offenhausen stammenden und international bekannten Künstlers Arnold Rein-thaler verwirklicht.
Der Umgestaltungs-Entwurf orientiert sich künstlerisch am Symbol Wasser. Die Seitenkapelle soll ein einladender Raum der Klarheit, der Stille und inneren Sammlung werden. Der sparsam ausgestattete Raum wird nach Fertigstellung vielfältig nutzbar sein, von Feiern im Familienkreis über Kindergottesdienste bis hin zu Agapen und kulturellen Veranstaltungen werden möglich.
Großprojekt für die Pfarre
Die Innenrenovierung ist ein Riesenprojekt für die Pfarrgemeinde, das gemanagt werden muss. Die Fäden laufen bei Projekt-Koordinator Rudi Knoll zusammen. Ehrenamtliche und Professionisten arbeiten intensiv zusammen. „Zur Umsetzung des Vorhabens sind Höchstleistungen nötig“, wie Projekt-Mitarbeiter Roland Mayr beschreibt: einerseits die professionelle Projektplanung und andererseits die Finanzierung. 717.000 Euro wird die Renovierung nämlich kosten.
Finanziert wird die Renovierung durch Zuschüsse verschiedener Institutionen wie Diözese Linz, Marktgemeinde, Land, Bundesdenkmalamt und eine Unterstützung aus der Pfarrbevölkerung in Form von Spenden. Eine entsprechende Sammlung wird gerade gestartet.
„Das gemeinsame Ziel, die Kirche wieder auf Vordermann zu bringen und dadurch für die nächsten Generationen zu erhalten, wird gelingen, weil alle an einem Strang ziehen und viele Ehrenamtliche mitanpacken“, ist Mayr zuversichtlich.
Die Arbeiten starten am Dienstag nach Pfingsten und werden bis Ende Oktober dauern. In der Zeit wird die Kirche nicht benutzbar sein.
Die regelmäßigen Gottesdienste am Sonntag und am Donnerstag werden im Pfarrsaal abgehalten. Für Taufen und Hochzeiten stehen das Stift Lambach, die Pfarrkirche Pennewang und die Veitsberg-Kirche zur Verfügung.
Zur Geschichte
Im Heimatbuch Offenhausen von 1984 ist zu lesen, dass die Pfarrkirche wohl eine der bedeutendsten Renaissance-Kirchen in Oberösterreich mit Barockaltar ist. Offenhausen wird 1359 erstmals als Pfarre angeführt – die Kirche ist somit eine der ältesten Zeitzeuginnen dieses Ortes.


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