Klimasicher und auch bei Blackout fließt das Welser Trinkwasser
WELS. Es kommt quellfrisch aus der Leitung. Für viele ist es selbstverständlich, dass es Trinkwasser aus der Leitung gibt. Doch die eww arbeitet intensiv daran, dass es so bleibt.

Pro Jahr werden mehrere Millionen Euro investiert in die Instandhaltung der Anlagen und Leitungen, aber auch den Ausbau, da ja die Stadt weiter wächst: „Wir sind klimasicher und auch bei einem Blackout gerüstet. Da die Schieber und so weiter von den Wassermeistern von Hand geöffnet werden können“, erklärt eww-Vorstand Wolfgang Nöstlinger. Den Rest erledigt die Schwerkraft. Aus der Pettenbachrinne in 50 Meter Tiefe wird das Wasser entnommen und fließt in die Stadt Wels. Bis zu 15 Millionen Liter naturreines Quellwasser wird in zwei Hochbehältern gesammelt und dann in das rund 350 Kilometer lange Leitungsnetz weitergegeben. Rund 13 Millionen Liter werden im Schnitt täglich benötigt. „Im Vergleich. In Rom verschwinden in den Wasserleitungen rund 80 Prozent des eingespeisten Wassers. In Wels bewegen wir uns im Promillebereich“, ergänzt Bürgermeister Andreas Rabl.
Große Investitionen
Damit das weiter so bleibt wird viel Geld in die Hand genommen. Eben in die Instandhaltung aber auch Leckortung und auch in den Ausbau. Denn die neuen Siedlungsgebiete wollen versorgt werden. Bürgermeister Rabl: „Auch wenn wir uns in Wels keine Sorgen um die Wasserversorgung machen müssen, ist es wichtig, mit diesem kostbaren Gut verantwortungsvoll umzugehen. Von politischer Seite her wird alles getan, um die Versorgung auch weiterhin sicherzustellen und dem Wasser genügend Raum zu geben, zum Beispiel indem es künftig zu keinen großflächigen Bodenversiegelungen mehr kommt.“ 20 Millionen Euro hat die eww seit 2015 investiert. Das war die Errichtung des Hochbehälters Traunleiten sowie die Sanierung des Hochbehälters in Edtholz sowie die Westanbindung.
Viele Übungen
Neben den Arbeiten am Netz werden auch immer wieder Szenarien geübt, damit die Mitarbeiter für jeden Ernstfall gerüstet sind. Für Nöstlinger steht aber außer Frage, dass eines noch wichtiger ist: „Es geht um den sorgsamen Umgang. Man kann einfach Wasser sparen. Das beginnt beim kurzen Duschen anstatt Baden oder, dass die automatischen Bewässerungssysteme ausgeschaltet werden und man selbst am Abend spritzt, damit der Boden das Wasser aufnehmen kann.“ Was das Klima anbelangt, sind die langen Trockenperioden noch kein Problem. Trotzdem wäre lange anhaltender Regen viel besser als Starkregen. Auch eine lange Schneedecke im Winter ist für das Grundwasser wichtig.


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