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WELS. Mehrere Kesselwaggons entgleisten Ende September 2023 am Rangierbahnhof. Jetzt ist bekannt gegeben worden, dass rund 40.000 Liter des giftigen Kohlenwasserstoffs Styrol ausgetreten und ins Grundwasser gelangt sind. Kritik kam an der dürftigen Informationspolitik.

Der Welser Rangierbahnhof (Foto: laumat)
Der Welser Rangierbahnhof (Foto: laumat)

Der Stoff breitet sich weiter im Grundwasser aus, wobei die Stadtgrenze zu Marchtrenk noch nicht erreicht ist. Man hatte die Situation im Griff, aber rund um Weihnachten gab es eine Veränderung. Der Stoff ist Richtung Kamerlweg gewandert. Mit Sperrbrunnen wollte man ihn abfangen, was auch teilweise gelang.

Mittlerweile hat sich das Styrol bis in die Schafwiesen ausgebreitet, zwischen Linzer Straße und Uhlandstraße, kurz vor der Firma Resch & Frisch. Auch hier wurden Sperrbrunnen errichtet.

Die Anrainer der dahinter liegenden Siedlungen bekamen jetzt Einladungen für einen Informationsabend. Diese sind teilweise nicht an die Ortswasserleitung angeschlossen und so braucht es eine Notversorgung, die von der eww hergestellt wird.

„Mittlerweile gibt es ein weitgefächertes Schadensbild, der Schwerpunkt ist allerdings die Verunreinigung im Grundwasser“, wie ein Experte der beauftragten Fachfirma erklärte.

Wenige Informationen

Kritisiert wird aber nicht nur von Anrainern, dass es wenig bis gar keine Infos gegeben hat. In kleinen Häppchen gingen diese nach außen. Es ist sehr schwierig und es braucht unzählige Versuche bis man gesicherte Details hat. Bei der Infoveranstaltung will man Bedenken ausräumen. Die Sperrbrunnen sollen ihre Arbeit tun und so Styrol zurückgewinnen. Für Wels Land tagt ein Krisenstab an der Bezirkshauptmannschaft mit Experten und der Politik: „Sobald wir Informationen haben, werden wir diese an die Bevölkerung sofort weitergeben“, erklärt SP-Bürgermeister Paul Mahr aus Marchtrenk.

Generell ist die Kritik groß, dass die Dimension des Unfalls erst nach und nach bekannt gegeben wurde.


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