Internationale an der Fachhochschule: In Wels studiert und in Oberösterreich geblieben
WELS. Hinter dem „Career Talk for Internationals“ am Fachhochschul Campus Wels steht die Idee, dass ehemalige Studenten, die jetzt in Österreich arbeiten, ihre Erlebnisse weitergeben.

Mit Muna Abdulrahman (Vereinigte Arabische Emirate), Tea Cicak (Kroatien), Dhruv Somani (Indien) und Germanno Longhi Beck (Brasilien) kehrten vier Absolventen der Fakultät für Technik und Angewandte Naturwissenschaften an ihre Alma Mater zurück.
Einig waren sich alle Diskutanten darüber, dass es ohne Deutschkenntnisse sehr schwer bis unmöglich ist, im Berufsalltag zu bestehen und Anschluss in der Gesellschaft zu finden. Der Erwerb und die Entwicklung ebendieser kann auf verschiedene Weise erfolgen: Dhruv Somani (Trainee bei BMW) schilderte zum Beispiel, dass er mittlerweile besser Dialekt als Hochdeutsch sprechen könne. Germanno Longhi Beck (Developer bei Fronius) berichtete, dass er bei Spaziergängen mit seinem Hund immer wieder mit Einheimischen ins Gespräch komme. Und Cicak (Trainee bei BMW) machte den Studierenden Mut, indem sie diese daran erinnerte, dass sie alle ein technisch-naturwissenschaftliches Studium absolvieren – und das sei schwerer als Deutsch zu lernen.
Muna Abdulrahman (Innovationsmanagerin bei BRP-Rotax) erzählt, wie sie bei einem Bewerbungsgespräch nach ihrer familiären Situation gefragt wurde – etwas, das in ihrem Kulturkreis ein Tabu darstellt. Sie erzählt aber auch, dass die Österreicher eher dazu tendieren, dass sie ihre Probleme selbst lösen, anstatt andere darum zu bitten. Neben der Sprache ist aber auch die Bürokratie eine große Hürde. Viele Unternehmen scheuen diese Vorgaben, um Drittstaatsangehörige zu beschäftigen. Es sei daher unerlässlich, die öffentlichen Stellen zu finden, die rechtsverbindliche Auskünfte geben können und sich an diese zu wenden.


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