„Damit Inklusion nicht bloß ein trendiges Schlagwort bleibt“
WELS. Es wird ein spezieller Abend im Programmkino. Am Dienstag, 3. Dezember, ist der Tag der Menschen mit Behinderungen. Mit zwei Dokumentationen und einem Gespräch mit Betroffenen will man ein Zeichen setzen. Beginn ist um 19 Uhr.

Kathrin Kaufmann organisiert dieses Special, wie sie es nennt. „Das Special soll vor allem nicht-behinderte Menschen dazu einladen zu kommen und sich mal mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Genau von dieser Gruppe brauchen wir viel mehr Bewusstsein“, erklärt die Organisatorin. Sie kennt die Hürden und Barrieren im Leben, da sie mit Missempfindungen am ganzen Körper lebt. „Wir Menschen mit Behinderungen wissen meist ohnehin, wie viele Steine uns systematisch in Weg gelegt werden bei der Arbeit, Freizeit, Gesundheitssystem und so weiter und wie anstrengend uns vollwertige Teilhabe am Leben auf Augenhöhe gemacht wird. Wir brauchen das Bewusstsein und auch das Engagement aller, damit Inklusion nicht weiterhin bloß ein trendiges Schlagwort bleibt.
Zwei Dokus
„Andererseits“ ist ein Journalistenkollektiv von Menschen mit und ohne Behinderung, die sich diesem Thema widmet. „Rette sich, wer kann“ widmet sich der Flutkatastrophe im deutschen Ahrtal im Juli 2021. Zwölf Bewohner eines Heimes für Menschen mit Behinderungen sind gestorben. Der Film beleuchtet, wie gut Katastrophenschutz-Maßnahmen für Menschen mit Behinderung funktionieren. Welche Maßnahmen müssen getroffen werden. Der Film „Das Spendenproblem“ behandelt das Thema, wie Menschen mit Behinderung gerade vor Weihnachten vor den Vorhang geholt werden. Doch werden die Spenden zielgerichtet eingesetzt oder werden die Lücken im System dadurch nicht geschlossen. Dazu gibt es ein Gespräch mit der Filmemacherin und Mitglied von „Andererseits“, Sandra Schmidhofer.


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