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KRENGLBACH. Es war eine Sensationsmeldung vor genau einem Jahr, am 7. Juli 2025: Das erste Gorillababy Österreichs kam im Zoo Schmiding in Krenglbach zur Welt. Das kleine Wunder hat sich nun zu einem verspielten Gorillakind entwickelt und sorgt für große Freude und Begeisterung bei Tierpflegern, Besuchern und Artenschützern.

Gorillajunge Jabari feiert am 7. Juli seinen ersten Geburtstag. (Foto: Zoo Schmiding / Peter Sterns)
  1 / 2   Gorillajunge Jabari feiert am 7. Juli seinen ersten Geburtstag. (Foto: Zoo Schmiding / Peter Sterns)

Jabari ist mittlerweile ein lebhaftes, neugieriges und selbstbewusstes Jungtier. Besonders gerne klettert er, zieht an Ästen, spielt mit den anderen Gruppenmitgliedern und erkundet mit großem Eifer seine Umgebung. Eine ganz besondere Beziehung verbindet ihn mit Silberrücken Awembe, seinem Vater. Immer wieder ist zu beobachten, wie sich der kleine Jabari verhält „wie der Große“ – er beobachtet Awembe genau, ahmt dessen Bewegungen und Körpersprache nach und orientiert sich sichtbar an ihm. Wenn Awembe mit eindrucksvoller Ruhe durch das Gehege schreitet oder sich imposant aufrichtet, ist Jabari oft nicht weit – und versucht, ihn mit kindlicher Begeisterung nachzuahmen.

„Emotionaler Höhepunkt“

„Jabaris Geburt war für uns ein emotionaler Höhepunkt und zugleich ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten Tierart. Auch wenn Jabaris Start ins Leben herausfordernd war, war es für uns von Anfang an höchste Priorität, ihm ein Aufwachsen im Familienverband zu ermöglichen. Dass das so gut gelungen ist, erfüllt uns mit großer Freude, vor allem wenn man ihn nun beobachtet, wie er sich alle wichtigen Verhaltensweisen von den älteren Mitgliedern der Gorillagruppe abschaut und wie eng seine Bindung zu Papa Awembe ist,“ freut sich Zoodirektor Andreas Artmann und erinnert damit an Jabaris schwierigen Start ins Leben.

Sorgen nach der Geburt

Nach der schweren Geburt war Mutter Kibibi zunächst so entkräftet, dass sie sich nicht wie gewohnt um ihr Neugeborenes kümmern konnte. In dieser kritischen Phase griff das erfahrene Zooteam des Zoo Schmiding ein. Mit viel Fingerspitzengefühl und Fachwissen wurden die ersten Tage überbrückt, Jabari erhielt alle notwendigen Versorgungsmaßnahmen – immer mit dem Ziel, ihn schnellstmöglich wieder mit seiner Mutter zusammenzuführen. Nach drei Tagen war es dann soweit: Kibibi hatte sich erholt und übernahm die Mutterrolle – seither kümmert sie sich liebevoll und mit großer Hingabe um ihren Sohn.

Vormittags besonders aufgeweckt

Die Entwicklung des Kleinen ist nicht nur für das Team, sondern auch für die Besucher des Zoos ein besonderes Erlebnis. Wer Jabari live erleben möchte, sollte besonders in den Vormittagsstunden vorbeischauen, denn da ist der kleine Gorilla meist besonders aktiv. Gerade im aktuellen Alter ist er auch besonders süß zu beobachten: Jabari ist verspielt, neugierig und voller Energie, mal tobt er ungestüm herum, mal plumpst er unbeholfen von einem Holzstumpf und mal ärgert er seine Tante Milele - und seine Gesichtsausdrücke, die sind oft herrlich übertrieben – ein echtes Jungtier eben!

Schutz bedrohter Tierarten

Jabari war das erste in Österreich geborene Gorillababy und ist ein Zeichen dafür, wie moderne Zoos zum Schutz bedrohter Tierarten beitragen. Jeder dieser Erfolge zählt und zeigt, wie wichtig koordinierte Zucht im Rahmen des Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ist um das Überleben dieser vom Aussterben bedrohten Tierart zu sichern.


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