WELS. Ein Bündnis verschiedener Vereine und Organisationen aus dem Solidaritäts- und Friedensspektrum hat zu einer Demonstration aufgerufen. Die Veranstalter werfen Rotax vor Drohnenmotoren an israelische Rüstungsfirmen zu verkaufen.
Die Demo beginnt am Samstag, 17. Jänner um 14 Uhr beim Bahnhof. Straßenperformances und Reden sind geplant. Der Weg führt bis zum Stadtplatz. 100 Teilnehmer werden erwartet. Die Veranstalter verweisen auf Strafanzeige gegen das Management von Rotax wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz und anderer rechtlichen Bestimmungen.
Bereits im Sommer haben rund 30 Gaza-Aktivisten auf dem Fimen-Areal in Gunskirchen demonstriert. Das Unternehmen teilte daraufhin mit: „BRP-Rotax verkauft Flugzeugmotoren über ein unabhängiges, weltweites Vertriebsnetz und hat keine Vertriebsvereinbarungen mit Herstellern militärischer Drohnen.“ Es gebe eine unternehmensweite Richtlinie für Militärverkäufe, man liefere Motoren nur für zivile Zwecke. Für eine etwaige missbräuchliche Verwendung sei man nicht verantwortlich.
Kritik an der Demo kommt von FPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Exportgesetze werden im Parlament beschlossen, nicht in einer Werkshalle in Gunskirchen und schon gar nicht in Wels. Wer dennoch dort demonstriert, nimmt bewusst Imageschäden, Standortnachteile und den Verlust von Arbeitsplätzen in Kauf“. Deswegen sei Wien vor der Bundesregierung der bessere Platz für solch eine Demo.
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