Zoo Schmiding ist Mitglied der Weltnaturschutzunion IUCN
KRENGLBACH. Der Zoo Schmiding wurde als Mitglied in die International Union for Conservation of Nature (IUCN) aufgenommen. Damit ist der Zoo Schmiding, neben Zoo Schönbrunn und Alpenzoo Innsbruck einer von drei Zoos in Österreich, der Mitglied der weltweit größten und bedeutendsten Naturschutzorganisation ist.

Die IUCN vereint Regierungen, wissenschaftliche Institutionen, Naturschutzorganisationen und Fachleute aus aller Welt. Sie erstellt unter anderem die weltweit bekannte Rote Liste gefährdeter Arten und spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung internationaler Naturschutzstrategien. Für Schmiding ist die Aufnahme eine besondere Auszeichnung und zugleich eine Bestätigung des langjährigen Engagements im Arten- und Naturschutz.
„Naturschutz über Zoogrenzen hinaus“
„Die Aufnahme in die IUCN freut uns ganz besonders, weil sie zeigt, dass moderner Zoo-Naturschutz heute weit über die Grenzen eines Zoos hinausgeht“, erklärt Zoodirektor Andreas Artmann. „Arten lassen sich langfristig nur schützen, wenn Maßnahmen direkt im Lebensraum der Tiere und Erhaltungszuchtprogramme in menschlicher Obhut Hand in Hand arbeiten. Dieses gemeinsame Vorgehen ist der One Plan Approach. Dabei werden In-situ-Artenschutzmaßnahmen in der Natur und Ex-situ-Artenschutzmaßnahmen in Zoos gemeinsam geplant und umgesetzt. Genau diesen Weg unterstützen wir aus voller Überzeugung.“
Austausch intensivieren
Neben der Beteiligung an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen (den EEPs) engagiert sich der Zoo Schmiding zunehmend auch in Projekten zum Schutz bedrohter Arten in ihren natürlichen Lebensräumen. Die neue Mitgliedschaft soll dabei helfen, bestehende Kooperationen auszubauen, neue Kontakte zu knüpfen und den Austausch mit internationalen Experten weiter zu intensivieren.
„Zooblick in die Welt“
Um Besuchern und Interessierten einen noch besseren Einblick in die Vielfalt des weltweiten Naturschutzes zu geben, startet der Zoo Schmiding außerdem die neue Social-Media-Reihe „Zooblick in die Welt“. Dabei werden regelmäßig außergewöhnliche zoologische Highlights, seltene Tierarten, spannende Forschungsprojekte und internationale Artenschutzmaßnahmen vorgestellt. Die Beiträge führen die Zuschauer an Orte, die sie normalerweise nie besuchen würden – von heißen Regenwäldern Ecuadors über raue Landschaften des Nordens bis hin zu Projekten für bedrohte Tierarten in aller Welt. Gleichzeitig wird gezeigt, wie moderner Naturschutz funktioniert und welchen Beitrag Zoos dabei leisten können.
Mit Social Media die Tierwelt entdecken
„Viele Menschen verbinden Zoos in erster Linie mit Tierbeobachtungen. Tatsächlich reicht unsere Arbeit heute aber weit darüber hinaus“, so Artmann. „Mit unserer neuen Reihe möchten wir zeigen, welche faszinierenden Tierarten und Lebensräume es auf der Welt gibt, vor welchen Herausforderungen sie stehen und wie wir gemeinsam zu ihrem Schutz beitragen können. Naturschutz beginnt oft mit Begeisterung – und genau diese Begeisterung möchten wir vermitteln.“


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