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WELS. Ein Leserbrief von Ingrid Bernecker erreichte die Tips Redaktion. Es geht um das Thema Radfahren in Wels.

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken. Wir behalten uns vor, Briefe aus Platzgründen zu kürzen. (Foto: Tips)

Ein sonniger Wochentag im Juni. Wie immer radle ich fünf Kilometer vom Westen der Stadt zu meinem Arbeitsplatz, dem Klinikum Wels. Ich sperre mein Fahrrad in einem der Innenhöfe ab. Es ist mir zur Gewohnheit geworden, die hier abgestellten Fahrräder zu zählen. Diesmal sind es 68! Ich erinnere mich an die letzte Jännerwoche, damals sank die Temperatur auf minus acht Grad. Da waren wir Wetterfesten unter uns, trotzdem zählte ich zirka 40 Fahrräder.

Wenn man bedenkt, dass es am gesamten Klinikum-Gelände einige Abstellplätze gibt, kann man von mehreren 100 Rad-PendlerInnen ausgehen. Nicht zu denken, wenn wir alle mit unserem PKW kämen. Wie viel Lärm, Abgase und Verkehrschaos die Bevölkerung der Neustadt ertragen müsste, während wir auf Parkplatzsuche sind. Beim Thema Stau und Platzbedarf ist auch das E-Auto keine Lösung.

Deshalb kann ich es nicht verstehen, dass die Politik den Radverkehr nicht als wichtigen Teil der Lösung erkennt, großzügig fördert und ausbaut. Im Gegenteil als Alltagsradlerin fühle ich mich oft als Bittstellerin, die für jedes kurze Stück Radweg dankbar sein muss. Radwege werden gemeinsam mit Gehwegen geführt, was manchmal zu Konflikten zwischen den zwei schwächsten Verkehrsgruppen führt.

Senden Sie Ihren 
Leserbrief an:redaktion-wels@tips.at
oder per Post an „Tips“, Stadtplatz 41, 4600 Wels

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken. Wir behalten uns vor, Briefe aus Platzgründen zu kürzen.


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