Vertagung bei Feuerwehr-Prozess
WELS/MARCHTRENK. Der ehemalige Kommandant und der Ex-Kassier der Feuerwehr Marchtrenk standen vor Gericht. Die Liste der Vorwürfe umfasst Betrug und Untreue, Veruntreuung und schweren gewerbsmäßigen Diebstahl. Die Staatsanwaltschaft sieht ein „System der Bereicherung“. Nach der Befragung der Beschuldigten, für die die Unschuldvermutung gilt, ist der Prozess vertagt worden.

Bei der Befragung bekannte sich der ehemalige Kommandant bei zwei Punkten schuldig. Es ging um einen Schaden an einem Hotelzimmer, nach einer Hochzeitsfeier in der Steiermark. Auch gestand er, mit Mitteln der Feuerwehr Kindersitze zur privaten Nutzung des Kommandofahrzeuges gekauft zu haben. Beide Schäden habe er mittlerweile beglichen. Die Anwälte der beiden Angeklagten legten nach ihren Vorträgen mehrere Dokumente vor, die die Unschuld ihrer Mandanten untermauern sollen.
Der Staatsanwalt sprach von einem „System“, das die beiden Angeklagten errichtet hätten. Unter dem Strich entstehe das Bild, „ihnen ist alles wurscht gewesen. Sie haben sich das Privatleben und Autos finanziert auf Kosten der Feuerwehr.“ Bei der Befragung der Angeklagten zeigte sich ein fragwürdiges Bild im Führungsverhalten innerhalb der Wehr, aber auch mit der Zusammenarbeit mit der Stadt. Immer wieder kam es zu Wortmeldungen wie „Das wurde immer so gemacht“ oder „mündlich ausgemacht“.
Aufgrund der Anträge und neuen Dokumente, sowie die mögliche Befragung neuer Zeugen, wurde der Prozess vertagt. Eine neuer Termin ist noch nicht fixiert.








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