Feierliche Begehung der vier Stolpersteine
WELS. Die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa Wels), die sich seit 42 Jahren für die Aufarbeitung der Welser NS-Geschichte einsetzt, hat die Verlegung sogenannter „Stolpersteine“, das sind kleine Messingplatten, die als Denkmal an die Ermordeten erinnern, organisiert.

Vier Stolpersteine sind jetzt in Wels verlegt. Sie sind zu finden vor der letzten Wohnadresse des Geehrten. Ein dreizehnjähriger Bub, ein 68-jähriger Gastwirt und zwei widerständige Elektriker aus Wels wurden brutal ermordet. Sie sind vor mehr als 80 Jahren dem Rassenwahn und Terrorregime der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen. Bei der feierlichen Begehung am Montag, 28. September, 16 Uhr, werden die Biografien der Opfer verlesen. Startpunkt ist in der Bahnhofstraße 72. Begleitet wird der Gedenkzug vom Musikerduo Paul Schuberth (Akkordeon) und Tomàs Novàk (Geige), die für feierliche Stimmung sorgen werden.
Die Menschen hinter den Gedenksteinen sichtbar machen
„Wir wollen die Menschen hinter den Gedenksteinen sichtbar machen und an ihre tragische Lebensgeschichte erinnern, denn mit den vier neuen Stolpersteinen erneuern wir die Tradition, Zeichen gegen Gewalt und Faschismus zu setzen“, ergänzt Antifa-Vorsitzender Werner Retzl.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden