Trainieren in Wels, um für die Mars-Mission in Portugal gerüstet zu sein
WELS. Es ist dies ein erstes Kennenlernen. Die Astronauten der Mars-Analog-Mission Amadee treffen auf ihre Robotik-Partner, die sie unterstützen werden. Das Ganze findet drei Tage lang am Firmengelände der Gebrüder Weiss statt, die die Logistik zur Verfügung stellen.

In Portugal werden sechs Analog-Astronauten im April 14 Tage lang eine Mars-Mission simulieren. Technologien, Experimente und Arbeitsabläufe werden hier ausprobiert. Die Kommandozentrale wird in Wien sein. Der Kontakt wird zeitverzögert sein, als ob sich die sechs Astronauten wirklich auf dem roten Planeten befinden. Mehr als 200 Forscher aus rund 25 Nationen sind beteiligt. 17 Experimente sind geplant. Doch nicht nur sechs Menschen machen sich auf die Reise, sondern auch zwölf Roboter, darunter auch welche, die an der Fachhochschule Oberösterreich konstruiert sind: „Bei den Trainingstagen hier bei den Gebrüdern Weiss geht es nicht nur um ein Kennenlernen, sondern auch darum zu sehen, was nicht funktioniert und wo es Verbesserungsbedarf gibt“, für die nächste Mars-Analog-Mission des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF).
Viel Erfahrung mit Robotik
Der Präsident der Fachhochschule Oberösterreich Michael Rabl ist naturgemäß hocherfreut über die Teilnahme seiner FH: „Seit mehr als 20 Jahren haben wir Erfahrung mit Robotik. Wir konnten Weltmeistertitel gewinnen“. Jetzt bringt das Team um Raimund Edlinger ihre Erfahrungen bei der Mars Mission ein. „Die Roboter können rollen, kriechen, laufen, fahren oder fliegen. Je nach Untergrund gibt es unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Sie können aber auch untereinander kommunizieren und so die beste Vorgehensweise erarbeiten oder auch mit ihren Sensoren Gefahrenquellen entdecken“, erklärt Grömer. Der Welser Roboter ist für den Transport von Proben und Werkzeugen sowie bei der Navigation im Einsatz. Dafür arbeiten die Forscher in ihren Labors und bei den Gebrüder Weiss am Firmengelände zusammen mit den Astronauten. Am Ende des Tages soll das Zusammenspiel zwischen allen Beteiligten perfekt funktionieren und so wertvolle Hinweise auf eine reale Mars Mission bringen.
Von Österreich nach Portugal
In den drei Tagen wird intensiv gearbeitet, aber auch etwas für den Forscher-Nachwuchs getan. So können Mitarbeiter der Gebrüder Weiss und ihre Familien den Analog-Astronauten über die Schulter schauen, das Training beobachten und so die Neugier wecken.
Im Februar 2027 übernimmt Gebrüder Weiss die Logistik für die eigentliche Mission und transportiert die sensible Forschungsausrüstung zur Monsaraz Station in Portugal. Der Umgang mit dem wertvollen Equipment erfordert besondere Sorgfalt und eine präzise Planung. Dabei bringt das Welser Projektlogistik-Team von Gebrüder Weiss seine Erfahrung mit komplexen Transporten ein.








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