Als Außenseiter nach Russland: Mit der Sensation im Gepäck nach Wels
WELS. Die Reise war lang und die Strapazen groß. Doch als die Delegation am Schwechater Flughafen ankam, war das Grinsen größer wie die Müdigkeit. Immerhin hatte die SPG Walter Wels den regierenden Champions-League-Sieger Orenburg mit 3:1 besiegt.

Ein paar Sätze wollten die Welser gewinnen. Ein Spiel wäre schon ein Traum. Am Ende war es eben der Sieg generell. Zsolt Petö ließ der Nummer 5 der Welt, Dimi-trij Ovtcharov, zur Überraschung aller wenig Chancen. Mit 3:1 gewann der Serbe. „Mein Teamkollege Yuya Oshima, der zuletzt bei den China Open die Nummer 1 der Orenburg bezwang, hat mir im Training die wichtigen und letztlich richtigen Tips gegeben“, freute sich Petö nach dem Sieg. Der angesprochene Teamkollege Oshima legte gleich nach. Er besiegte den Weißrussen, Wladimir Samsonov (Nummer acht der Welt), mit 3:2. Die Welser führten mit 2:0 und es war ruhig bei den rund 1000 Zusehern. Nur die Welser Delegation hatte ihren Spaß. Einziger Wermutstropfen war die Niederlage von Mihai Bobocica. Wermutstropfen ist aber sehr hochgegriffen. Er kam gegen den Russen Kuzmin nie ins Spiel und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Die Hoffnung keimte bei Orenburg noch einmal auf. Nun musste Ovtcharov gegen Oshima gewinnen. Doch der junge 21-jährige Japaner spielt derzeit in einer überragenden Form. Bei den China Open hatte er den Deutschen im Dress der Russen bereits besiegt. Dieses Mal war es nicht anders. Oshima siegte in 3:0-Sätzen und stellte so den 3:1-Erfolg her. Die Welser konnten danach zu Recht über einen historischen Erfolg lautstark jubeln.


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