Ironman: Für Welser Triathleten geht es bald zur WM nach Hawaii
WELS. Im Juni ging für Michael Thallinger ein Traum in Erfüllung: Beim Ironman Austria in Klagenfurt qualifizierte sich der Athlet vom starlim racing team Wels für die Ironman-Weltmeisterschaft am 10. Oktober 2026 auf Hawaii.

Der gebürtige Welser der jetzt in Wallern lebt meisterte die legendäre Langdistanz über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathon in einer Zeit von 9:55:33, belegte damit Rang zehn in der Altersklasse M50–54 und wurde österreichischer Vizemeister.
„Lohn konsequenten Trainings“
„Vor elf Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich eines Tages nach Hawaii fahre. Die Qualifikation ist für mich der Lohn vieler Jahre konsequenten Trainings und unzähliger Stunden voller Leidenschaft und Disziplin“, freut sich der Fitness- und Zumba Trainer, der am 30. September nach Kona reist.
Hitze half bei der Vorbereitung
„Ich fliege früher, um mich dort dementsprechend zu akklimatisieren, die zwölf Stunden Zeitverschiebung zu kompensieren. Natürlich werde ich mir dann auch schon die Rad- und die Laufstrecke ansehen, letzte Trainingseinheiten vor Ort absolvieren und versuchen, mich mit dem Schwimmen im Pazifik anzufreunden. Meerwasser, Strömung und Wellengang sind nicht mit dem Wörthersee in Kärnten vergleichbar“, schmunzelt der 50-jährige Extremsportler, dem die Hitze der letzten Wochen nicht ungelegen kam. „In den letzten Wochen, wo viele unter der Hitze gelitten haben, waren für mich die idealen Trainingsbedingungen. Hier die Verpflegung, die Kühlung und das Einstimmen auf Belastungen jenseits der 30 Grad zu üben, sind für die Teilnahme an so einer WM mindestens genauso wichtig, wie die drei Disziplinen selbst“, erklärt Thallinger, der auch dem „1. Welser Schwimmklub“ angehört.
Erste Wettkämpfe in den 1990ern
Begonnen hat Thallingers Triathlonkarriere in den 90er Jahren in Wels mit der damals stattfindenden „Sportnadel“. Jetzt ist es am 10. Oktober Hawaii statt Wels. „Hier überhaupt teilnehmen zu können ist schon ein Gewinn. Unter den 3.000 qualifizierten, besten Langdistanz-Athleten der Welt zu sein, ehrt mich extrem und macht mich sehr stolz“, freut sich Thallinger schon sehr und wünscht sich für seine Teilnahme in der AK50, die Ziellinie zwischen zehn und elf Stunden zu erreichen.
Splitzeiten und Motivation
Begleitet wird er bei seinem Abenteuer von seinem Ironman-erprobten Kollegen Alexander Biereder. „Er ist ein guter Freund und gleichgesinnter Athlet der mit mir auf die Reise geht und mich vor Ort betreut, mir Splitzeiten zuruft und für die notwendige Motivation während des Wettkampfes sorgt“, freut sich Thallinger über die professionelle Unterstützung bei seinem Hawaii-Debüt.








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