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WELS. Infrastrukturminister Alois Stöger war auf Arbeits­besuch in der Messestadt. Das seit Jahren geforderte Park­deck beim Hauptbahnhof sei nun nach dem Gemeinderats­beschluss über den Planungs­vertrag zwischen Stadt Wels und ÖBB Infrastruktur AG „auf Schiene“, bestätigte der Minister.

Arbeitsgespräch im Welser Rathaus: Bundesminister Alois Stöger, Bürgermeis­ter Peter Koits, Vizebürgermeister Hermann Wimmer, Gemeinderat Johann Reindl-Schwaighofer, Magistratsdirektorin Renate Kamleithner, Verkehrsstadtrat Gerhard Kroiß und Stadtbaudirektor Karl Pany (v.r.)
Der Wunsch, dass der ÖBB-Fern­verkehr mehr Stopps in Wels ein­legt - wie in einer seltenen Alli­anz von Stadtpolitik, Wirtschaft und Bevölkerung gefordert wird, kann Stöger nur bedingt nach­kommen. Zwar sollen als erster kleiner Schritt die komfortableren Rail­jet-Garnituren künftig sehr wohl den Hauptbahnhof der zweit­größten Stadt Oberösterreichs ansteuern, allerdings lediglich im bisher gültigen Fahrplan. „Ungeachtet der natürlich be­grüßenswerten Komforterhö­hung ist diese Lösung für Wels mit 60.000 Einwohnern und rund 18.000 Bahnkunden keinesfalls zufriedenstellend. Linie der Stadt ist und bleibt die Forderung nach einer möglichst raschen Verdich­tung des Taktes“, betonen Bür­germeister Koits, Vizebürger­meister Hermann Wimmer und Verkehrsstadtrat Gerhard Kroiß. Weitere Themen des öffentlichen Verkehrs waren die mögliche Vorverlegung des viergleisigen Westbahn-Ausbaus Marchtrenk-Wels von 2025 auf 2019 (wichtig für die geplante Schnellbahn­verbindung, die allerdings zu­erst vom Land Oberösterreich zu bestellen ist), ein verstärkter Lärmschutz an der Westbahn zwischen Primelstraße und Un­terführung Vogelweide (in einem Expertengespräch zwischen Mi­nisterium und Stadt soll hier das Maximum herausgeholt werden) sowie die Sanierung der Almtal­bahn-Traunbrücke. Außerdem wiesen die Vertre­ter der Stadt auf die Wichtigkeit einer raschen Abwicklung der vor dem Baubeginn des Autobahnan­schlusses in Wimpassing nötigen Verfahren hin.