WELS. Die Einkommensschere ist weiterhin weit geöffnet. Statistisch gesehen mussten die Frauen in der Stadt Wels 90 Tage lang – von Jahresbeginn bis zum 31. März umsonst, also unentgeltlich arbeiten. Im Bezirk Wels-Land ist die Situation noch schlimmer. Hier verdienten Frauen sogar bis zum 18. April rein theoretisch nichts, erklärt Gemeinderätin Elke Mayerhofer.
„Die Abhängigkeiten von Frauen und Mädchen müssen verhindert werden. Wichtig ist für jede Frau ein Einkommen zum Auskommen“, so Mayerhofer. Wichtig ist auch der weitere Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. Das bedeutet aber auch flexiblere Öffnungszeiten. „Trotz immer mehr Vätern in Karenz und einem geänderten Rollenbild bleibt die Vereinbarkeit von Job und Familie zum Großteil Frauensache“, erklärt LAbg. und Landesparteiobfrau Maria Buchmayr. „Das alte System der Parteibuchwirtschaft funktioniert immer noch. Männerbunde versorgen sich mit Jobs, Frauen sind von der Mitgliedschaft ausgeschlossen“, so Buchmayr. LAbg. Gottfried Hirz plädiert für mehr Informationsmöglichkeiten in der Ausbildung. „Es gibt sehr gute Berufsreifetests, die müssen wir endlich einführen. Es gilt endlich die traditionellen Muster zu durchbrechen“, so Hirz.