Neues aus der Welser Wahlkampf-Arena
WELS. Die Tage bis zur Wahl sind im zweistelligen Bereich angekommen. Die VP stellt das Lehner-Kompetenzteam vor. Deren Sprecher, Martin Stieger, sieht als Konkurrenten Sepp Blatter - Wimmer und Pop Rabl. Die Freiheitlichen legen ihren Arbeitsbericht vor und Hermann Wimmer ist mit seinem Anhänger unterwegs.

„Mit Hermann Wimmer auf sicherem Kurs“ ist auf dem umgebauten Anhänger zu lesen. Beim FC Wels-Sommerfest war dieser zu sehen. Sehr zum Unmut der Volkspartei, die hier einen Missbrauch von Welser Sportvereinen sieht. Ansonsten setzt die SPÖ auf Besuche: Sei es von Wählern direkt - obwohl auch hier immer wieder mit Abwesenheit geglänzt wird - oder bei Festen unterschiedlichster Vereine. Doch es ist sehr ruhig um die Sozialdemokraten.
Die Volkspartei stellte nun ihr Kompetenzteam vor, das Spitzenkandidat Peter Lehner mit Rat und Tat zur Seite stehen soll. Deren Sprecher, Martin Stieger, teilt gleich aus: „Wir haben in Wels einen Sepp Blatter. Das ist Hermann Wimmer. Er hat seine Erfolge und seine Meriten. Aber er steht auch für ein System, das sich überholt hat. Und es gibt einen Pop Rabl. Pop steht für Politiker ohne Prinzipien. Rabl ist intelligent und smart, doch er gibt jedem Recht und will dadurch Bürgermeister werden. Wels braucht einen ehrlichen Kurswechsel und dafür steht Peter Lehner. Wenn man einen freiheitlichen Bürgermeister verhindern will, dann muss man sein Kreuzerl bei Peter Lehner machen. Über den Beinamen Pop kann der angesprochene Rabl nur lächeln und verweist auf eine lange Liste von Projekten. „Auch wenn wir bei der Ressortverteilung 2009 übergangen wurden, haben wir viel geschafft. Attraktivierung der Innenstadt, Parkanlagen, Tierpark. Wir haben eine LED-Initiative gestartet. Ich habe als Wohnungsreferent viele Initiativen für leistbares Wohnen gesetzt. Das reicht von einem Förderprogramm für junge Welser bis hin zu Lifteinbauten“, sagt Rabl. Dazu kommt die Sanierung der Vogelweide-Unterführung, viele Begegnungszonen, Umbauten für mehr Verkehrssicherheit, Masterplan Friedhof, Maßnahmen im Umweltschutz und mehr. Für die künftige Stadtregierung wünscht Rabl sich mehr Zusammenarbeit und das Ressort Finanzen.
Die Neos fordern eine Wels-Card. „Kunden erhalten bei jedem Einkauf Bonuspunkte“, erläutert Markus Hufnagl die Pläne. „Pro zehn Euro Einkaufswert erhält man einen Bonuspunkt. Gesammelte Punkte kann man zum Beispiel für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, zum Gratis-Parken oder einfach gegen Waren einlösen. Natürlich kann das System auch auf andere öffentliche Bereiche wie das Welios oder Welldorado ausgeweitet werden.“ Ins Gemeinderat-Rennen wollen sich auch gemeinsam die Bürgerliste und „Kwini von Wös“ wagen. Der Titel: „Wels soll die schönste Stadt Österreichs werden.“


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