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WELS/GRIESKIRCHEN. „Wenn beide nicht ganz glücklich sind, dann ist es der richtige Kompromiss“, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer (SPÖ) überzeugt und froh über ein „erfreuliches Ergebnis nach konstruktiven Verhandlungen“ in Sachen Pflegegehälter.

Bauer, Pilsner, Reitinger, Entholzer und Müllner freuen sich über die Einigung.
Bauer, Pilsner, Reitinger, Entholzer und Müllner freuen sich über die Einigung.

Als Resultat der sehr umfangreichen Verhandlungen zwischen Land, Städte- und Gemeindebund und vier Gewerkschaften, bekommen nach den Ärzten nun auch die Pflegebediensteten höhere Gehälter. In Etappen werden sie um bis zu 250 Euro pro Monat angehoben. Es wird eine 39-Stunden-Woche in der Altenpflege geben und eine sechste Urlaubswoche für langjährige Mitarbeiter über 43 Jahren. Zentralbetriebsratsvorsitzende Sonja Reitinger vom Klinikum Wels-Grieskirchen verweist ebenfalls auf den hohen Abstimmungsbedarf aufgrund der unterschiedlichen Dienstrechte, ist aber mit der „guten Lohnerhöhung“ zufrieden. Allerdings sind „manche Berufsgruppen durch den Rost gefallen“, bedauert Reitinger. Verwaltungspersonal oder Schreibkräfte, die viel Administrationsarbeit von den Ärzten übernommen haben, zum Beispiel. Deren Unmut sei berechtigt. „Für diese Berufsgruppen sowie für Hol- und Bringdienste müssen wir in den Kollektivvertragsverhandlungen sicher auch noch Verbesserungen erreichen“, erklärt Reitinger. Dem stimmt Landtagsabgeordneter (SPÖ) Erich Pilsner zu: „Die achtprozentige Lohnerhöhung kann sich sehen lassen, aber mir ist wichtig, dass auch die Berufsgruppen berücksichtig werden, die noch nicht drinnen sind.“

Die beiden SP-Landtagsabgeordneten Roswitha Bauer und Petra Müllner sind froh über die Aufwertung und Anerkennung der Pflegeberufe, die überwiegend weiblich sind. „Das war dringend notwendig, weil die Pflegeberufe seit langem unterbezahlt sind.“

Insgesamt sind vom neuen Gehaltsschema rund 20.000 Spitals- und Pflegebedienstete betroffen. Im Endausbau, ab 2019, bedeutet diese Einigung Mehrkosten von 57 Millionen Euro. 55 Prozent müssen die Gemeinden tragen.


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