Wenn Retourkutschen einfach nur sportlich gesehen werden
GUNSKIRCHEN. Wahlen bedeuten Plakate mit vielen Sprüchen. Das heißt aber auch dass mit den Plakaten - sagen wir einmal - auch experimentell umgegangen wird. Folgende Geschichte gibt es zwischen der SPÖ und der FPÖ in der Marktgemeinde.

Die Sozialdemokraten stellten in der Nähe der Dahlienstraße einen A-Ständer auf. „Unsere Umfrage ergab, dass 80 Prozent der Gunskirchner eine Anbindung an die B1 wollen. Das ist auch unsere Meinung und die war auf dem Plakat zu lesen“, sagt Vizebürgermeisterin Karo Wolfesberger.
Konter Teil I
Wenig später waren die Freiheitlichen mit Transparenten für ihren Bürgermeisterkandidaten Christian Kogler unterwegs. Flugs war der SPÖ-Ständer mit dem Spruch „80 Prozent wollen das. Wir Auch“, daneben aufgestellt, fotografiert und für Facebook in das World Wide Web gestellt. Punktsieg für die Blauen. Der A-Ständer bleib gleich noch stehen.
Konter Teil II
Der Fehdehandschuh war geworfen. Das konnte nicht unbeantwortet bleiben und einfach so wegräumen ist langweilig. Die SPÖ, in Person Gemeinderat Christian Renner, hatte die Idee. Ein neues Plakat mit „80 Prozent kennen ihn nicht“. „Das haben wir rasch aufgestellt und auch fotografiert und stehen gelassen. Das blaue Plakat haben wir nicht angerissen, wie es am Foto aussieht. Das möchte ich noch festhalten“, grinst Renner. Auf der roten Gunskirchner Facebook kam noch ein Kommentar dazu. „Und so dürfte es dann besser passen. Und von den restlichen 20 Prozent würden ihn 50 Prozent ohnehin nicht wählen“. Kogler meldete sich sportlich fair: „Gute Retourkutsche. Ob die Zahlen so stimmen werden wir sehen....“


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