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WELS. Am 11. Oktober haben die Bürger noch einmal die Qual der Wahl. Es geht - wie es korrekt heißt - um die engere Wahl des Bürgermeisters. An-dreas Rabl geht als Favorit in das Rennen. Der Freiheitliche holte 47 Prozent bei der Wahl Ende September. Der Sozial­demokrat Hermann Wimmer kam auf 27 Prozent.

Die Kontrahenten: Wimmer vs. Rabl
Die Kontrahenten: Wimmer vs. Rabl

Der Sozialdemokrat Hermann Wimmer setzt ganz auf die Karte Erfahrung. Seit vielen Jahren hat er die Fäden in der Hand und hat auch gemeinsam mit seinem Kontrahenten so manche Sache ausgedealt. Bereits am Wahl-abend machte er in seinem State­ment klar: „Ich stehe für eine weltoffene Stadt, in der Anstand und nicht Populismus regiert. Das hebt mich von anderen ab. Das Rennen beginnt am 11. Ok­tober bei 0:0 und dann werden wir sehen.“

Auch nach seiner Stimmenmehr­heit im ersten Wahldurchgang ist für Vizebürgermeister Andreas Rabl (FP) bei der Stichwahl alles offen. „Entscheidend wird die Wahlbeteiligung sein“, erklärt er. Trotzdem hat man ein sieben Punkte umfassendes Programm für die ersten 100 Tage im Falle eines Wahlsieges ausgearbeitet. Wichtig ist Rabl ein Kassasturz, in dem die derzeitige Finanzlage überprüft wird, und zwar inklu­sive der Gesellschaften. Nach der konstituierenden Sitzung soll es außerdem eine Stadtsenatsklau­sur geben, wo Arbeitsschwer­punkte in den nächsten zwei Jah­ren festgelegt werden. Wichtig wäre einem Bürgermeister Rabl auch eine klare Positionierung der Stadt, Wels solle sich auf seine Stärken konzentrieren, es soll eine Dachmarke geben, egal wie die ausschauen soll.

Erwähnt ist auch ein Punkt zur Klimaverbesserung in der Stadt­verwaltung. „Der Umgangston der Mitarbeiter untereinander und zu den Bürgern soll von Res-pekt und Höflichkeit getragen sein“, heißt es ganz diplomatisch. Das ist aus seiner Sicht mit dem bestehenden Team am Magistrat durchaus möglich. Rabl plädiert außerdem für eine regelmäßi­ge Bürgersprechstunde mit dem Bürgermeister und Vizebürger­meistern.<


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