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MARCHTRENK. In absoluten Zahlen fast 200 Stimmen ge­genüber der Gemeinderats­wahl 2009 zugelegt. Dazu bei der Bürgermeister-Direktwahl mit mehr als 70 Prozent gleich im ersten Anlauf den Bürger­meistersessel gesichert. Und das alles als Sozialdemokrat. Grund genug sich mit Bürger­meister Paul Mahr (SP) in sei­nem Büro zu unterhalten.

SP-Bürgermeister Paul Mahr
SP-Bürgermeister Paul Mahr

Zugegeben, der lange Wahlkampf hat bei allen Spuren hinterlas­sen. „Es war eine intensive Zeit. Mit viel Einsatz haben wir dieses tolle Ergebnis in Marchtrenk ge­schafft. Und das ist schon in ge­wisser Weise eine Genugtuung. Es heißt jetzt aber auch sorgsam mit der Mehrheit umgehen“, er­klärt Mahr. Das Erfolgsrezept ist für ihn denkbar einfach. „Wir waren nah bei den Menschen. Das ist das eine. Das andere ist, schwierige Themen mit Konse­quenz angehen. Das heißt aber auch, dass man zu seinen Ent­scheidungen stehen muss“, ist Mahr überzeugt und macht dies an einem typischen kommunal-politischen Problem fest. „Der Straßenverkehr gerade vor Schu­len in der Früh und gegen Mit­tag ist überall ein Problem. In Marchtrenk haben wir auch gegen einigen Widerstand eine Eltern-Haltestelle rund 500 Meter von der Schule entfernt errichtet. Zu Beginn des Schuljahrs bin ich sel­ber mehrmals dort gestanden und habe mit den Menschen geredet. Das hat gewirkt“, so der Bürger­meister, der auch mit den Jahr­gangsbäumchen, Aktionen für die Senioren und Jugend immer wie­der kleine feine Veranstaltungen gesetzt hat. „Wir müssen zuhören, den Menschen mehr erklären, welche Folgen Entscheidungen haben. Wir können eine Straße nicht drei Mal im Jahr aufreißen. Das geht finanziell nicht mehr. Wenn es aber um Beleuchtung von Straßenzügen geht, dann ist auch Photovoltaik eine Möglich­keit. Die Politik muss umdenken und den Menschen gegenüber ehrlich sagen, was nun geht oder nicht“, ist Mahr überzeugt. Dazu kommt noch alle Generationen miteinzubinden und auf die eige­ne Geschichte nicht zu vergessen. „Und nicht vergessen auf klare und schnelle Antworten bei An­fragen von Bürgern.“


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