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WELS. Gerhard Kroiß ist auf­gestiegen. Vom Verkehrsstadt­rat zum Vizebürgermeister mit den Ressorts Sicherheit, Sport, Jugend und Integration. Einem zentralen Jugendzentrum er­teilt er gleich vorab eine Absage.

FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß
FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß

Es war immer eine langjähri­ge Forderung des nunmehrigen freiheitlichen Bürgermeisters Andreas Rabl ein zentrales Ju­gendzentrum für Wels zu ins­tallieren. Gerhard Kroiß kann dieser Idee nichts abgewinnen. „Es gibt derzeit kein geeignetes Objekt. Ich glaube auch, dass der Widerstand der Anrainer zu groß wäre. Andrerseits halte ich die Grätzl-Jugendzentren für die Jugendlichen sinnvoller. Es gibt ja auch den Grätzl-Wirt, wo sich die Erwachsenen treffen. Es braucht diese Treffpunkte in den Stadtteilen“, sagt Kroiß. Für die Noitzmühle kann er verlautbaren, dass die Planungen für ein eige­nes Jugendzentrum voranschrei­ten. „Mehr kann ich zu dem Zeit­punkt nicht sagen. Wir stehen in Verhandlungen“, so der Vizebür­germeister. Wichtig ist für ihn auch die Präventionsarbeit. „Das bedeutet für mich nicht nur Dro­gen und Alkohol, sondern auch der große Themenbereich Spiel­sucht.“

Einen Anschub für die Jugend­herberge will Kroiß leisten. „Die Nächtigungszahlen sind um drei Prozent zurückgegangen. Bei Buchungsplattformen ist die Ju­gendherberge Wels schwer bis gar nicht zu finden. Das muss sich ändern. Man muss aber auch sagen, dass große Firmen ihre Monteure oder Arbeiter nicht mehr in Mehrbettzimmern unter­bringen. Beim Speedo-Meeting oder bei der Youki ist die Herber­ge ausgebucht. Trotzdem müssen wir uns hier etwas überlegen. 27 Prozent Auslastung ist zu wenig“, sagt Kroiß. Eine Kooperation mit einem der großen Anbieter ist si­cherlich denkbar.

Bis Ende Jänner läuft noch die Flüchtlingsunterbringung in den Messehallen entlang der Traun: „Bisher hatten wir 25.000 Flücht­linge, die hier nächtigten. Mit Jänner ist dies wegen der Ener­giesparmesse vorbei.“ Es wird nach Möglichkeiten gesucht. „Ich höre immer wieder von Möglichkeiten in Wels-Land für diese Kurzzeitunterbringung.“ Was Wels betrifft: Die städti­sche Ordnungswache wird in den nächsten Monaten das Stadtpoli­zeikommando hinsichtlich der Vorbeugung von Dämmerungs­einbrüchen unterstützen.


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