Vom Problemwälzen zu gemeinsamen Lösungen
WELS. Die Stadt hat sich ja mit umliegenden Gemeinden zu einer Stadtregion zusammengeschlossen. Es geht um eine verbesserte Kommunikation bei Raumordnung, gemeinsamen Projekten und vieles mehr. Für den Grünen Gemeinderat Peter Sönser ein Schritt in die richtige Richtung.

Bei aller positiver Grundhaltung gegenüber diesem Zusammenschluss, hält Sönser aber fest, dass man schon zu Planungsbeginn auf K.O.Kritierien und Schutzgüter nicht vergessen darf. „Sämtliche Planungsschritte müssen sich bereits von Beginn an und verbindlicher Art und Weise auch mit den Schutzgütern und deren Wechselwirkungen auseinandersetzen. Dies ist deshalb von grundlegender Bedeutung aus fachlicher und vor allem wirtschaftlicher Sicht, da jedes Vorhaben bei einer frühzeitigen auswirkungsorientierten Betrachtung der betroffenen Schutzgüter – zum Beispiel Schutzgut Mensch mit Verkehr, Lärm, und so weiter - als Planungsgrundsatz mögliche KO-Bereiche verdeutlicht und damit in der Folge hohe frustrierte Planungskosten erspart“, so Sönser.
Ein weiteres wesentliches Argument den Schutzgüterkatalog als Grundlage der Vorgehensweise verbindlich festzulegen, ist der EU-Förderhintergrund, da es auch von den systemisch rechtlichen Rahmenbedingungen her betrachtet – Vorgehensweise strategische Umweltprüfung beziehungsweise Umweltverträglichkeitsprüfung – mittlerweile Stand der Technik ist, erklärt Sönser.Wenn es also ein Projekt gibt, dann ist es aus der Sicht des Experten wichtig, die Bevölkerung frühzeitig einzubinden: „Hier geht es darum über zu entwickelnde Beteiligungsmodelle ein frühzeitiges kooperatives Planungsvorgehen insbesondere bei zukünftigen Betriebsansiedlungen zu ermöglichen, um die betroffene Bürgerschaft nicht ausschließlich im Widerstand beispielsweise über negative Auswirkungen wie Verkehrs- und Lärmbelastungen zu hören, sondern deren Vorschläge und Anregungen als Kern des Planungsprozesses zu verstehen!“
Zusammenfassend ist der Eindruck Sönsers, dass die Stadtregierung hier sehr wohl erkannt hat, dass dieser moderne Zugang sowohl aus Sicht „Akzeptanz als auch aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus sinnvoll und notwendig“ ist. Allerdings ist es dazu notwendig, hier bei der Umsetzung diese Vorgehensweise konkret und verbindlich bereits auf der Ebene Raumplanung festzulegen.


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