50 Eröffnungen, 29 Schließungen und neue Impulse für Sorgenkind in der Welser Innenstadt
WELS. Zum dritten Geburtstag liefert das Wirtschaftsservice die Zahlen für das Jahr 2018. Die Leerstände in der Innenstadt konnten auf 2,94 Prozent gesenkt werden und die Besucherfrequenz wuchs auf 5,8 Millionen.

50 Eröffnungen stehen 29 Schließungen gegenüber: „Die Chance gegen den Online-Handel sind eigentümergeführte Geschäfte mit individuellem Service. Das wird in Wels geboten“, ist Wirtschaftsreferent Peter Lehner überzeugt. Bei den Eröffnungen sieht der VP-Politiker auf jeden Fall den Trend in Richtung inhabergeführt und spezialisiert. Jede Schließung schmerzt, aber oft ist es nicht der unternehmerische Erfolg, sondern eine Veränderung der Familiensituation aber auch kein Nachfolger im Pensionierungsfall, die einen Leerstand nach sich ziehen. Die Anstrengungen innerhalb des Wirtschaftsservices, die Leerstände zu befüllen sind groß: „Es kommen zu uns Anfragen, die wir dann weiterleiten. Der Austausch funktioniert sehr gut“, sagt WKO-Obmann Franz Edelbauer.
Trotzdem gibt es auch Problemfelder. „C und D-Lagen sind immer schwerer vermittelbar“, meint Lehner. Trotzdem werden die Bemühungen auch in diesem Bereich verstärkt. Das bedeutet Impulse für die Stadtteile. Im Innenstadtbereich ist das größte Sorgenkind die Bahnhofstraße: „Die Hausbesitzer warten noch ab, was am KJ passiert, und wie sich die Verkehrsführung Eisenhowerstraße, Roseggerstraße entwickelt“, erklärt FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Trotzdem gibt es auch hier Neuigkeiten. In die ehemalige Videothek zieht ein Stoffgeschäft ein. Die ehemalige Landesverlags-Buchhandlung wird umgebaut. Art-Praxen werden einziehen. Durch den Bau des FH-Gebäudes wird ebenfalls ein Anschub für die Bahnhofstraße erwartet.
Wirtschaftsservice
Seit drei Jahren agieren unter dem Titel „Welser Wirtschaftsservice“ die Stadt, Wirtschaftskammer, die Betriebsansiedlungsfirmen von Wels (WBA) und des Landes (Business Upper Austria) sowie das WelsMarketing. Alle 14 Tage treffen sich die Protagonisten, um gemeinsam Möglichkeiten für Ansiedelungen zu diskutieren und auch zu finden.


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