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WELS/BRÜSSEL. Fast ein Vierteljahrhundert ist genug, findet der Welser Europa-Abgeordnete Paul Rübig und tritt bei der anstehenden Wahl zum Europaparlament nicht mehr an.

ÖVP-Bezirksparteiobmann Peter Csar (r.) dankt seinem Stellvertreter Europa-Parlamentarier Paul Rübig, dass er auch in Wels immer mit Rat zur Seite steht.

Dass es seine letzte Periode werden wird, hat Rübig schon lange entschieden. „Ich bin 65 und man muss Platz machen für die jungen Leute“, ist Rübig überzeugt.

23 Jahre für Europa

An seinen ersten Auftritt im Europäischen Parlament kann sich Rübig, den der frühere ÖVP-Vizebürgermeister Werner Wiegelbeyer in die Politik geholt hat, noch genau erinnern: „Ich bin am 26. Jänner 1996 eingetreten. Es gab keine Angelobung, sondern nur eine formlose Begrüßung: Wir begrüßen das neue Mitglied Paul Rübig. Es wurde geklatscht und das war es.“

Am Wochenende entschied die Ehefrau

Für seine Familie bedeuteten die 23 Jahre eine Wochenendbeziehung. „Drei Wochen lang ist man Montag bis Donnerstag in Brüssel, eine Woche Montag bis Donnerstag in Strassburg“, erklärt Rübig, „dafür durfte am Wochenende meine Frau entscheiden, welche Veranstaltungen wir besuchen.“ Ab 2. Juli wird es für den Experten in Sachen Wissenschaft, Forschung, Digitalisierung, Roaming, Klein- und Mittelunternehmen ein bisschen ruhiger werden, wobei: „Ich habe nicht vor, nach der Wahl in Pension zu gehen. Ich bin noch Gesellschafter in der Rübig-Gruppe oder zum Beispiel Präsident des internationalen Wirtschaftsbundes“, erklärt Rübig, dass er auch sonst noch genügend Aufgaben oder Einladungen zu Vorträgen hat.

„Nicht Spitzenkandidat“

Auf internationaler Ebene kann sich der Welser schon noch vorstellen, politisch tätig zu sein. Dass er 2021 für die Welser ÖVP Spitzenkandidat ist, schließt er hingegen definitiv aus. Seine Zeit möchte der frühere Segelflug- und Skilehrer auf alle Fälle wieder zum Skifahren nutzen, das er aus Angst vor Verletzungen sehr vernachlässigt hat. „Ich freue mich auch wieder darauf, mich ins Kaffeehaus zu setzen, oder meine Stammtische zu besuchen“, sagt der für seine Bürgernähe bekannte Politiker.


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