Der neue Bürgermeister über die Projekte in Buchkirchen
BUCHKIRCHEN. Bei der engeren Wahl für das Bürgermeisteramt im Herbst ist Amtsinhaberin Regina Rieder von der ÖVP überraschend dem SPÖ-Kandidaten Nikon Baumgartner unterlegen. Der neue Bürgermeister der Gemeinde berichtet über Vorhaben und fertig geplante Projekte.

Seit November ist Nikon Baumgartner offiziell Bürgermeister von Buchkirchen. Dabei waren die ersten Wochen durchaus herausfordernd, wie der Neo-Bürgermeister erzählt. Die vierte Corona-Welle hat Buchkirchen voll erwischt. Auch mehrere Gemeinde-Mitarbeiter waren zeitgleich krank oder in Quarantäne. Aber man hat auch das gemeistert.
In der Vorbereitung der konstituierenden Sitzung war die Besetzung der Obmann-Funktionen der sieben Ausschüsse die erste Herausforderung für ihn. Baumgartner zeigt sich jetzt erleichtert, dass die ÖVP sich bereiterklärt hat, den Obmann des Prüfungsausschusses zu übernehmen. Seit der Wahl stellen die SPÖ und die ÖVP jeweils zehn Gemeinderäte, die FPÖ drei und die Grünen zwei. Ausschuss-Obmänner hat die SPÖ vier und die ÖVP drei. Im Gemeindevorstand sind je drei SPÖ- und drei ÖVP-Mitglieder und ein FPÖ-Mitglied.
Mehrere Bauprojekte
Das größte Bauprojekt der nächsten Zeit wird die schon länger geplante Erweiterung von Schule und Kindergarten zum Kinderbildungscampus. Die Projektplanung ist vergeben, der Bürgermeister hofft, dass im Sommer mit den Arbeiten begonnen werden kann. Weiters bemüht man sich derzeit, Flächen für einen Kinderspielplatz, für ein Freizeitangebot für Jugendliche und eine Hundefreilaufzone zu finden. „Ich habe schon Gespräche mit Grundbesitzern geführt, die sehr positiv verlaufen sind. Auch Fördermöglichkeiten werden dafür gesucht“, erklärt der neue Ortschef. Dass sich die Buchkirchner solche Flächen im Ort wünschen, hat Baumgartner vielfach bei den Hausbesuchen in der Vorwahlzeit erfahren.
Auch in Sachen Wohnbau tue sich einiges in Buchkirchen. In den nächsten Jahren würden 70 bis 80 neue Wohnungen entstehen, denn auch der Bedarf sei da. So sind 30 Wohnungen des Bauprojektes der OGW bald bezugsfertig. Auch in Oberperwend sei ein Projekt in Bau, weitere Bauten seien beschlossen. Da leider die Wasserqualität in Mistelbach nicht ausreichend war, hat man kürzlich dorthin eine Notwasserleitung errichtet.
Betriebsbaugebiet wird wachsen
Auch das Betriebsbaugebiet angrenzend an das neue Altstoffsammelzentrum wird bald Gestalt annehmen. Zwei Firmen werden demnächst zu bauen beginnen, zwei weitere Firmen haben Interesse an einem Grundstück bekundet. Verkehrsberuhigende Maßnahmen im Ort zu setzen, gehört ebenfalls zu den Dingen, die sich der Bürgermeister für die nächste Zeit vorgenommen hat. Bauliche Vorhaben gibt es auch im Sportbereich. So möchte man in möglichst naher Zukunft die Asphaltbahnen überdachen und ein Heim für die Union bauen.
Hauptberufliches Amt
Der 56-jährige SPÖ-Kommunalpolitiker Nikon Baumgartner, der aus einer Ennser Politikerfamilie stammt, ist ÖBB-Bediensteter und derzeit dort karenziert. Das Bürgermeisteramt übt er hauptberuflich aus.


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