Preise für Welser Fernwärme bleiben stabil
WELS. Auf die rund 30.000 Fernwärme-Kunden der Stadt kommen keine erhöhten Kosten zu, zumindest bis zum Jahresende.

Die eww Gruppe hat die Preise für Welser Fernwärme bisher nicht erhöht, im Gegensatz zu anderen Städten, wo Kunden teilweise empfindliche Preiserhöhungen in Kauf nehmen mussten. Bis zum Jahresende wird das auch so bleiben, versichern Bürgermeister Andreas Rabl und eww-Vorstandsvorsitzender Florian Niedersüß. Aus derzeitiger Sicht wird es frühestens ab Jänner 2023 zu Preisanpassungen kommen. Diese wird sich am Verbraucherpreisindex orientieren und im einstelligen Bereich bewegen.
Versorgungssicherheit
Der Grund für die stabilen Preise ist, dass seit Mai die Welser Fernwärme im Normalbetrieb ausschließlich aus dem Potenzial der Welser Abfallverwertung der Energie AG, aus Sonnenenergie und aus Biomasse kommt. Noch 2007 entstand die Welser Fernwärme noch zu 100 Prozent aus dem mit Gas betriebenen Fernheizwerk in der Durisolstraße.
So ist die Stadt zu einem großen Teil unabhängig von den Preisen am Energiemarkt. Dazu kommt, dass auch die Versorgung sichergestellt ist.
Die eww hat in den vergangenen eineinhalb Jahren knapp 15 Millionen Euro in die Umstellung auf Fernwärme investiert. In den nächsten fünf Jahren sollen es weitere 23 Millionen Euro für den Netzausbau sein, und das Tempo soll weiter gesteigert werden. Alle Anfragen können aber nur leider aufgrund beschränkter Ressourcen nicht sofort abgearbeitet werden.
Sicherer Strompreis
Mit den Neubau den Kraftwerkes Traunleiten ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung grünem Strom gelungen. Auch beim Strom werden die Preise bis zum Ende des Jahres stabil bleiben.
Das Wasserkraftwerk Traunleiten deckt den durchschnittlichen Jahresbedarf aller Welser Haushalte ab, für die täglichen Verbrauchsspitzen und den Bedarf der Unternehmen muss Energie am internationalen Markt zugekauft werden. Und hier sind die Preise bekanntlich stark gestiegen.
„Wir wollen Wels zur Stadt mit dem höchsten Anteil an nachhaltig erzeugter Energie machen. Mit dem Neubau des Kraftwerkes Traunleiten ist uns ein großer Schritt gelungen, ein zweiter Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende in Wels war die Umstellung der Fernwärme auf 100 Prozent nachhaltige Energie“, erklärt Niedersüß.


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