Bundespräsident wird der Festredner bei Antifa-Gedenkkundgebung
WELS. Die Initiative gegen Faschismus freut sich über die Zusage des Festredners der traditionellen Welser Pogromnacht-Kundgebung Anfang November im Pollheimerpark: Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird die Gedenkrede halten.

Diese wird von der Antifa seit 25 Jahren durchgeführt – gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde, der katholischen und der evangelischen Kirche, den Gewerkschaften und vielen anderen Organisationen der Zivilgesellschaft. Die Kundgebung erinnert nicht nur an die Opfer des Holocaust, sondern ruft auch zur Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus in der Gegenwart auf. „Dass der Bundespräsident auf unserer Kundgebung spricht, ist eine große Ehre und eine wichtige Unterstützung“, stellt Werner Retzl fest. Bereits im Vorjahr wurde von Alexander Van der Bellen die Arbeit der Welser Antifa gewürdigt: Er verlieh dem früheren langjährigen Vorsitzenden Robert Eiter das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik“. Eiter, heute Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitees Österreich, hat ihn auch zur Pogromnacht-Kundgebung eingeladen.
Übrigens ist Van der Bellen bereits der zweite amtierende Bundespräsident, der an einer Veranstaltung der Antifa teilnimmt: 2006 kam Heinz Fischer zur KZ-Befreiungsfeier nach Gunskirchen.


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