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Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr über Lärmschutz, Innenstadt und viele Belastungen

Gerald Nowak, 22.05.2024 18:00

MARCHTRENK. Die Zusage der Asfinag für den Ausbau des Lärmschutzes entlang der Autobahn ab 2026 ist da. Ebenso ist das Nebenwegekonzept für den vierspurigen Ausbau der B1 beschlossen. Doch die Zeiten sind auch nicht rosig in Marchtrenk, wie SP-Bürgermeister Paul Mahr gesteht.

SP-Bgm. Paul Mahr (Foto: Oberlaber)
photo_library SP-Bgm. Paul Mahr (Foto: Oberlaber)

Das Budget konnte noch ausgeglichen werden: „Aber es bleibt dabei, dass wir jeden Stein umdrehen. Die monatlichen Finanzausschusssitzungen gehen weiter. Die Belastungen für die Gemeinden werden immer mehr und größer. Ohne strukturelle Änderungen von Bund und Land, was den Finanzausgleich angeht, wird es nicht mehr gehen. Ansonsten gibt es noch mehr Abgangsgemeinden, die nichts mehr für ihre Bürger investieren können“, ist Mahr überzeugt. Und wenn die Gemeinden nicht mehr investieren, wer dann?

Kommunalsteuer

Er beobachtet die wirtschaftliche Entwicklung mit Argusaugen. Die Kommunalsteuer bleibt die wichtigste Einnahmequelle. Marchtrenk steht noch gut da: „Aber die Entwicklung und die Stimmung in der Industrie sind nicht gut, was man aus vielen Gesprächen mit Betrieben aus der Region hört.“

Standortmarketing aufgelöst

Kritik gab es in der letzten Zeit an dem fehlenden Branchen-Mix im Zentrum: „Das Standortmarketing ist jetzt nach dem Beschluss endgültig aufgelöst. Damit fehlt seitens der Stadt die Möglichkeit, hier irgendwo einzugreifen und die Innenstadt weiter zu beleben“, erklärt Mahr. Mit Veranstaltungen aller Art will man weiter die Menschen ins Zentrum holen: „Wir werden da nicht nachlassen. Marchtrenk ist eine liebenswerte Stadt. Das lasse ich mir nicht kaputtreden. Der Egoismus in der Gesellschaft ist größer geworden. Mit Halbwahrheiten und haltlosen Behauptungen wird Stimmung auch mittlerweile gegen kleine Projekte gemacht. Die Eigeninteressen überwiegen und machen es für die Politik und Verwaltung nicht einfach.“ Aber Mahr lässt sich von seinem Kurs nicht abbringen, Marchtrenk in eine lebenswerte und soziale Zukunft für alle führen.

Gute Nachrichten gibt es aber aus dem Mobilitätsbereich. „Von der Asfinag gibt es die verbindliche Zusage für den Bau des Lärmschutzes entlang der Autobahn ab 2026. Das Nebenwegekonzept für die B1 ist auf Schiene. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“


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23.05.2024 08:04

Nebenwegekonzept B1 Marchtrenk

Das Nebenwegekonzept, bzw. die Verordnung dazu, zeigt, dass die Anliegen der betroffenen Bürger ihnen egal sind. Straßen durch Felder bedeuten auch, dass der Verkehr ihnen wichtiger ist als eine harmonische, mit den betroffenen Bürgern erstellte Lösung. Die Raumordnung und Umwidmung in anderen Gemeinden und Städten anprangern und dann selbst genauso agieren ist ein ambivalentes Verhalten. Haben sie die Verordnung bzw. das Nebenwegekonzept überhaupt den betroffenen Bürgern nähergebracht oder nur beschlossen um den weiteren Ausbau der B1 nicht zu blockieren und sich damit zu beweihräuchern?