Leerstandsabgabe für Wohnungen gefordert
MARCHTRENK. Dass Wohnen immer teurer wird, lässt sich nicht leugnen. Trotzdem stehen viele Objekte leer. SP-LAbg. Vzbgm. Heidi Strauss nimmt VP-Landeshauptmann Thomas Stelzer in die Pflicht und erneuert den Ruf nach einer Leerstandsabgabe.

Obwohl sich viele Oberösterreicher das Wohnen kaum mehr leisten können, gab es 2022 laut Statistik Austria in den Bezirken Wels-Stadt 3.614 und in Wels-Land 3.768 Wohnungen ohne Wohnsitzangabe. Das sind 10,8 und 10,6 Prozent, je nach Prozent der insgesamt 33.464 in Wels und 35.543 Wohnungen in Wels-Land. „Eine Leerstandsabgabe bringt leerstehende Wohnungen auf den Markt und sichert dadurch leistbaren Wohnraum. Zudem schont eine Leerstandsabgabe Ressourcen und Böden und bringt zusätzliche Einnahmen, die beispielsweise für Infrastrukturprojekte in der jeweiligen Standortgemeinde genutzt werden könnten“, fordert Strauss.
Die durchschnittlichen Mietkosten steigen weiter. „Obwohl die Mieten so hoch sind, ignoriert LH Stelzer die Probleme der Oberösterreicher und weigert sich, ein entsprechendes Landesgesetz zur Einführung einer Leerstandsabgabe vorzulegen. Stattdessen schützt er die Privilegien von Multiimmobilienbesitzern“, kritisiert Strauss. Der Bund räumte im Frühjahr 2024 sämtliche rechtlichen Hürden aus dem Weg und ermächtigte die Länder zur Einführung einer Leerstandsabgabe. In Oberösterreich liegt diese im Ausschuss zur Diskussion. Im Herbst geht es weiter.


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