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Top-Zeugnis für die Stadt: Harte Arbeit zahlt sich aus

Gerald Nowak, 20.03.2026 19:56

WELS. Die Innenstädte verändern sich und das ist wohl kein großes Geheimnis. Die Stadt unterstützt den Transformationsprozess mit aktivem Leerstandsmanagement, einem Bündel an Events und Aktionen sowie Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum.

Der Stadtplatz wird immer wieder für Veranstaltungen genutzt. (Foto: WMT/Hauser)
Der Stadtplatz wird immer wieder für Veranstaltungen genutzt. (Foto: WMT/Hauser)

Wenn der „City-Retail-Report Österreich“ von Standort + Markt ein gutes Zeugnis verteilt, dann ist der Jubel groß. Wenn es schlechter ausfällt, dann tritt wohl eher Schweigen ein. Wels freut sich über ein Top-Zeugnis: Mit einem Vermietungsgrad von 97,8 Prozent belegt die Stadt Platz Eins in Oberösterreich und Platz Zwei in Österreich. Insgesamt standen Ende 2025 in der ABC-Lage lediglich zehn von 323 Shops leer, was einer Leerstandsquote von 2,2 Prozent entspricht – ein historischer Höchstwert seit Beginn der Erhebungen 2014“, heißt es in der Unterlage einer Pressekonferenz. „Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt: Wels ist mittlerweile Vorbild für Städte in ganz Österreich. Danke an alle Beteiligten!“, sagt FP-Bürgermeister Andreas Rabl.

Shop-Fläche schrumpft ganz leicht

Rund 46.000 Quadratmeter Shop-Fläche sind in der Innenstadt vorhanden. Hier gibt es Veränderung, aber nur wenig. Der Bekleidungssektor bleibt mit 39,5 Prozent (55 von 155 Shops) weiterhin die wichtigste Branche im Einzelhandel der Innenstadt – trotz eines leichten Rückgangs liegt dieser Anteil deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von 30,4 Prozent. Gefühlt ist jede zweite Neueröffnung in der Innenstadt ein Gastronomie-Betrieb. Doch die Zahlen sagen etwas anderes. Es sind nur 15 Prozent der Verkaufsfläche im Zentrum gastronomisch genutzt. Der Grund für die Besucher, in die Stadt zukommen, nimmt aber zu in die Gastro zu gehen. Der Filialisierungsgrad liegt mit 26,9 Prozent weiterhin unter dem Österreichschnitt von 30,9 Prozent. Das heißt, inhabergeführt ist immer noch „in“ in der Welser Innenstadt.

Hoch sind Fluktuation und Standortwechsel im Zentrum. So ist etwa der Weltladen jetzt am Stadtplatz und nicht mehr am Kaiser Josef Platz. Der neue Spar bringt ebenfalls einen Impuls in die Stadt. „Ein aktives Leerstandsmanagement, ein starker Branchenmix und gezielte Frequenzmaßnahmen sorgen dafür, dass Wels wirtschaftlich stabil bleibt und seine führende Position als attraktiver Handels- und Lebensstandort weiter ausbauen kann“, meint WelsMarketing Direktor Peter Jungreithmair. Die enge Zusammenarbeit mit den Eigentümern wird weitergeführt. Das heißt, dass man potenzielle Leerstände schnell abfedern kann.

Der Trend, dass sich Dienstleister vermehrt in der Innenstadt ansiedeln, lässt sich auch erkennen. Mit einigen Bauprojekten mitten im Zentrum und innenstadtnah wird für zusätzliche Frequenz gesorgt, da die Bewohner und Mitarbeiter in der Stadt konsumieren und im Idealfall ihren Einkauf erledigen. Bleiben dann noch die vielen großen und kleinen Events: „Diese sind zielgerichtet und beleben die Innenstadt. Dazu braucht es aber auch öffentlichen Raum, der sicher ist und in dem sich die Menschen wohlfühlen. Das beginnt bei der Sauberkeit und endet bei der Beleuchtung. Das bieten wir alles“, stellt VP-Stadtrat Martin Oberndorfer klar.


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