Richter Pharma: Umsatz erheblich gesteigert, Produktion verdreifacht
WELS. Vor 450 Jahren startete Richter Pharma als Apotheke am Stadtplatz. 2025 feierte das Familienunternehmen neu Höchststände bei Umsatz und Mitarbeiter. Dazu kommt eine Verdreifachung der Produktion.

Der Konzernumsatz stieg auf 941 Millionen Euro (plus 8,6 Prozent). Bei den Mitarbeitern hat Richter Pharma die 500er Marke geschafft. „Das sind Top-Werte, die wir gemeinsam als Team erreicht haben und auf die wir sehr stolz sind“, betont Roland Huemer, CEO der Richter Pharma AG. „Gleichzeitig zeigt der im Verhältnis zum Umsatz begrenzte Ertrag, wie stark Teile der Gesundheitsversorgung unter wirtschaftlichem Druck stehen. Das ist einer der Gründe, warum wir uns strategisch immer stärker Richtung Hersteller entwickeln“. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 18,2 Millionen Euro leicht unter jenem im Jahr davor (18,9 Millionen Euro).
Warnung
„Wir warnen vor der Entwicklung bei niedrigpreisigen Humanarzneimitteln. Denn mangels freier Preiskalkulation wird es für Hersteller, Großhändler und Apotheken immer herausfordernder, hier die Versorgung sicher zu stellen“, betont Huemer. Es kann zu Engpässen bei der Versorgung respektive Verfügbarkeit kommen. Deswegen auch der dringende Wunsch an die Politik für eine gesetzliche Indexanpassung und eine langfristig ausgerichtete Life-Sciences-Strategie. Europa muss im Bereich der Human- und Veterinärmedizin wieder eine eine tragende Rolle übernehmen und Produktionskapazitäten zurückholen.
Entwicklung
In der Tiergesundheit ist Richter diesen Entwicklungsschritt schon gegangen: Die Tochtergesellschaft VetViva Richter in Wels nahm ihren neuen Produktionskomplex mit einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro in Betrieb. Damit verdreifacht man seine Produktionskapazitäten im veterinärmedizinischen Bereich.


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