Lambach bekommt Glasfaser
LAMBACH. Die Marktgemeinde Lambach macht einen großen Schritt in die digitale Zukunft und ermöglicht der Bevölkerung schnelles Internet. Bürgermeister Johannes Moser spricht im Interview über die Vorteile von Glasfaser, den Verkehr an der Stiftskreuzung und Investitionen.

Was tut sich in Lambach?
Johannes Moser: Ein großes Projekt ist die Versorgung der Haushalte mit einem Glasfaseranschluss.
Wie weit ist man damit?
Moser: Viele haben schon angeschlossen und wir bauen auch schon. Wir haben eine 70-prozentige Anschlussquote. Das ist allerdings noch nicht das, was es sein soll. Deshalb appelliere ich schon sehr an die Bevölkerung, diese Chance jetzt zu nutzen.
Weshalb ist Ihnen das so wichtig?
Moser: Wir wissen nicht, was es in fünf Jahren mit KI für Datenströme geben wird. Natürlich kann man auch dann noch anschließen, allerdings mit deutlich höheren Kosten. Viele Ältere sagen, sie brauchen das nicht, aber: Ein Anschluss ist auch eine Aufwertung für eine Immobilie. Für junge Menschen ist schnelles Internet wichtig.
Wie ist hier der Zeitplan?
Moser: Es gibt sieben Bauabschnitte. Im Bereich der Schule sind wir zu Schulbeginn fertig, damit es hier kein Verkehrsproblem gibt. Dann geht es südlich der Bahntrasse weiter. Geplant ist, dass vier Partien auf einmal arbeiten. Das wird sich verkehrstechnisch natürlich bemerkbar machen, aber dafür sind wir im Juni 2027 fertig. Im Zuge dieser Grabungsarbeiten werden dann aber auch manche Straßen saniert.
Der Verkehr ist generell ein Thema.
Moser: Wir merken, dass der Verkehr an der Stiftskreuzung wieder mehr wird. Mit der Umfahrung ist sie zwar entlastet, aber der Verkehr steigt wieder an. Speziell von Stadl-Paura rauf und von Pennewang und Offenhausen herein. Die Rückstaus müssen wir wieder besser in den Griff bekommen. Und es stellt sich die Frage, was wir mit der Leitenstraße tun, die ja auch ein Schulweg ist. Deshalb laufen hier aktuell Überlegungen mit dem Land Oberösterreich, um dieses Nadelöhr zu entschärfen.
Gibt es sonst Investitionen?
Moser: Wir schaffen es, trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen zu investieren. Heuer kommt noch ein neues Feuerwehrauto und wir haben einen Gemeindetraktor mit Equipment, sprich Schneeschaufel etc., gekauft, um den Bürgern den entsprechenden Service zu bieten. Auch in das Freibad investieren wir immer. Das ist zwar ein Negativposten, aber im Hinblick auf den heurigen Sommer ist es extrem wertvoll.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden