Im neuen Hotel kann das erste „Bett“ bereits bezogen werden
WIESELBURG. Der offizielle Auftakt für den Bau des Hotels ist erfolgt. Bis zum März 2017 sollen am Volksfestplatz im „I“m Inn“ 72 Doppelzimmer entstehen. Die erste „Schlafgelegenheit“ gibt es schon.

Nach jahrelangen Diskussionen befindet sich das Projekt „Hotelbau in Wieselburg“ endgültig auf Schiene. Nun erfolgte der symbolische Bauauftakt und die Präsentation des Vorhabens in der Raiffeisenbank Wieselburg. Raiffeisenbank-Geschäftsleiter und Hausherr Leopold Grubhofer begrüßte die Gäste, darunter Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP), und betonte, dass es vor allem Investoren aus der Region und die Unterstützung des Landes NÖ waren, die den Bau eines Hotels erst möglich gemacht haben. Nach Grubhofer übernahm Messeleiter Werner Roher - wie Grubhofer Geschäftsführer der Errichtergesellschaft „Wieselburg Hotel Errichtungs GmbH“ - das Wort und ging ins Detail. So wird das Hotel in Niedrigenergiebauweise errichtet und über 144 Betten verfügen. Die geschätzten Gesamtkosten betragen 6,5 Millionen Euro.
Roher zeigte sich darüber erleichtert, dass der Bau nun endgültig in die Wege geleitet wurde: „Wir haben einen weiten Weg hinter uns, aber heute ist ein Feiertag. Eigentlich wollen wir gar nicht mehr bis zur Eröffnung nächstes Jahr warten, daher wird das erste Bett bereits heute angeliefert“, verriet er, dass wenig später an der Baustelle das erste „Bett“ aufgestellt werden sollte.
„Aufwertung für die Region“
Bürgermeister Günther Leichtfried (SPÖ) verwies in seiner Ansprache auf die zahlreichen Projekte, die Wieselburg in den letzten Jahren in Angriff nahm, wie etwa die Ortsumfahrung. „Wir haben vieles getan, aber man muss immer an der Attraktivität arbeiten. Dieses Hotel ist nicht nur eine Aufwertung für die Stadt, sondern für die gesamte Region“, erklärte der Ortschef, der sich zugleich bei der Nachbargemeinde Wieselburg-Land für die gute Zusammenarbeit und bei allen investierenden Unternehmern für den Weitblick bedankte. Messepräsident Uwe Scheutz, schilderte, dass die Messe lange Zeit damit zu kämpfen hatte, dass Aussteller nur weit entfernt Nächtigungsmöglichkeiten fanden. So hätte man auch bei diversen Anfragen absagen müssen. Scheutz bezeichnete sich selbst als Ideengeber des Hotelbaus, vergaß jedoch nicht, darauf hinzuweisen, dass zahlreiche Personen ihren Anteil an der Verwirklichung dieser Idee hatten: „Ich nehme mir schon heraus, dass ich das Ei gelegt habe, aber es waren sehr viele Personen, die es ausgebrütet haben.“
Internationale Gäste erhofft
Hotelbetreiber Alexander Ipp erklärte die Namensgebung „I“m Inn“: „Inn ist die Bezeichnung für ein englisches Gasthaus. So wollen wir auch internationale Gäste ansprechen. Das Spannungsfeld zwischen englischer Marke und österreichischem Hotel soll reizvoll sein.“ Der Neubau wird nicht ausschließlich als Hotel genutzt werden, denn auch Kerschner Reisen wird sein Quartier im Erdgeschoss aufschlagen. „Wir wollen die Synergien, die sich in diesem Haus vielleicht ergeben, nützen und Wieselburg touristisch noch attraktiver machen“, erklärte Robert Kerschner. Zum Abschluss wünschte Landesrätin Petra Bohuslav viel Erfolg und betonte: „Bis zum Jahr 2020 wollen wir 7 Millionen touristische Nächtigungen erreichen. Im Vorjahr waren es bereits 6,8 Millionen. Ich hoffe, dieses neue Hotel kann seinen Beitrag dazu leisten! Ich wünsche alles Gute!“
Nach der Präsentation und den Vorträgen wechselte man den Schauplatz in Richtung Baustelle, wo man bereits das erste, symbolische Bett in Empfang nahm.


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