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Leserartikel Eva Lindtner, 16.07.2018 08:48

WINDHAAG/PERG. Antibiotika sind aus der Tierhaltung nicht mehr wegzudenken – aber zunehmende Resistenzen stellen Landwirte, Tierärzte und Unternehmen vor große Herausforderungen. Alternative Heilmethoden gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Veronika Wagner aus Windhaag bei Perg setzte sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Theresa Rebhandl im Rahmen Diplomarbeit an der HBLA für Landwirtschaft und Ernährung Elmberg mit der Gesunderhaltung von Rindern mithilfe alternativer Heilmethoden auseinander.

Neue Mittel für die Tiergesundheit. vl. Theresa Rebhandl, Veronika Wagner Foto: HBLA Elmberg
Neue Mittel für die Tiergesundheit. vl. Theresa Rebhandl, Veronika Wagner Foto: HBLA Elmberg

Die beiden Maturantinnen, die mittlerweile die Reifeprüfung erfolgreich abgelegt haben, beschäftigten sich insbesondere mit der Eutergesundheit. Veronika Wagner untersuchte in einem mikrobiologischen Versuch sechs verschiedene pflanzliche Futtermittelzusatzstoffe auf ihre wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien. Bei den Zusatzstoffen für Wiederkäuer stellte sie eine antibiotische Wirkung fest. „Der Einsatz pflanzlicher Futterzusatzstoffe ist also vorbeugend gegen bakterielle Infektionen sinnvoll“, so Veronika Wagner.

Ein weiteres Thema der Diplomarbeit war der Einsatz von Homöopathie. Die beiden Maturantinnen fanden dabei mithilfe von Experteninterviews heraus, dass sich Euterprobleme durchaus mit Homöopathie behandeln lassen. Auch das Trockenstellen von Kühen, also das Einstellen der Milchproduktion bevor die Kuh das nächste Kalb bekommt, ist mithilfe homöopathischer Mittel möglich. Die Homöopathie habe jedoch ihre Grenzen, wenn es um schwerwiegende Fälle gehe – „dann ist veterinärmedizinische Versorgung unabdingbar“, so Theresa Rebhandl.

Sowohl Homöopathie als auch pflanzliche Futterzusatzstoffe können Antibiotika im Rinderstall also zumindest in weniger schwerwiegenden Fällen durchaus ersetzen, ziehen die beiden Maturantinnen ein Resümee über ihre Arbeit.


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