Suchbild: Hätten Sie den verletzten Bergsteiger gefunden?
Anlässlich der „Nacht der Berge“ ließ die Bergrettung Windischgarsten die spektakulärsten Einsätze des Jahres Revue passieren. Darunter auch der Einsatz am Pyhrgas am Dreikönigstag. Und man hatte Tipps parat, um den Rettern die Arbeit zu erleichtern.

Der Fall eines Bergsteigers, der am Dreikönigstag bei widrigsten Verhältnissen den Großen Pyhrgas bestiegen hatte und in einer groß angelegten Rettungsaktion geborgen wurde, hatte Fragen nach Kosten und Eigenverantwortung aufgeworfen.
Für die Bergrettung ist die Sache klar: Wer in Not gerät, dem wird geholfen. „Wir alle sind nicht vor Fehlentscheidungen gefeit“, hieß es bei einem Fotovortrag: „Jeder hat ein Recht auf Risiko und berechtigte Hoffnung auf Rettung.“
Ein „Punkt in der Landschaft“
Freilich darf man von einem Bergwanderer erwarten, dass er seine Tour sorgfältig plant. Auch Wetterbericht und Lawinenbericht sollten aufmerksam studiert werden. Durch auffällige Kleidung – am besten in Orange oder Rot – kann man Rettern die Suche wesentlich erleichtern.
„Für den Hubschrauberpiloten ist der Gesuchte oft nur ein Punkt in der Landschaft“, so Thomas Koller: „Der Pyhrgas-Einsatz hat uns Rettern die Grenzen aufgezeigt. Selbstschutz hat in solchen Extremsituationen Vorrang.“
Rund 1.000 Besucher
Die „Nacht der Berge“, die nebst diesem von Thomas Koller und Klaus Berger gehaltenen Vortrag über Rettungseinsätze viele Foto- und Filmvorführungen beinhaltete, war auch heuer wieder sehr gut besucht. Das 550 Personen fassende Kulturhaus Römerfeld war schon am Nachmittag nahezu voll. Die Abendvorstellung war bis auf den letzten Platz besetzt.


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