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Online Redaktion, 18.03.2019 09:40

YBBS. Der Karfreitag erhitzt seit Wochen die Gemüter. Kurz zur Erinnerung: Ein bezahlter Feiertag darf nicht nur einzelnen Religionsgruppen zugestanden werden – das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Jänner. Diese Entscheidung entfachte eine Debatte um den Karfreitag, der bisher für Gläubige der evangelischen (A.B. und H.B.), altkatholischen und methodistischen Kirche ein Feiertag war. Status quo: Der Karfreitag wurde als Feiertag gestrichen, Arbeitnehmer bekommen das Recht auf einen „persönlichen“ Feiertag im Rahmen des bestehenden Urlaubsanspruchs. Einige Gemeinden gewähren ihren Bediensteten nun aber Sonderurlaub – so auch Ybbs.

Foto: MIA Studio/Shutterstock.com
Foto: MIA Studio/Shutterstock.com

Der Ybbser SP-Stadtchef Alois Schroll stützt sich dabei auf das Gemeindedienstrecht. Laut Gemeindedienstrecht steht es dem Bürgermeister zu, Gemeindebediensteten bis zu acht Tagen im Jahr einen Sonderurlaub zu geben. Ebenfalls verankert ist: „Am Karfreitag und am Allerseelentag beträgt die Dienstleistung, (soweit nicht die Voraussetzungen des ersten Satzes zutreffen), vier Stunden.“

Öffentliches Leben nicht beeinträchtigt

„Ich habe mich entschlossen, den Gemeindebediensteten in Ybbs an der Donau für den 19. April 2019 ganztags frei zu geben, was bedeutet, dass ich ihnen diese vier Stunden zusätzlich frei gebe. Laut Meldungen anderer Bürgermeisterkollegen geben diese ihren Bediensteten einen halben Tag frei. Diese Regelung sieht aber das NÖ Gemeindebediensteten-Gesetz ohnehin für den Karfreitag vor. Weiterhin setze ich mich dafür ein, dass alle 3,7 Millionen Arbeitnehmer in Österreich an diesem Tag ganztags frei haben. Meine Bitte geht hiermit an die Wirtschaft, es uns gleichzutun“, so Schroll. Gleichzeitig betont der Stadtchef, dass das öffentliche Leben in Ybbs am Karfreitag nicht beeinträchtigt sein werde. So verrichten Einrichtungen wie das Ybbser Hallen/Freizeitbad oder der städtische Verkehrsbetrieb ihre Arbeit und erhalten dafür als Ersatz eine spezielle Vereinbarung.


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Andreas B
Andreas B
19.03.2019 14:51

Bitte an die Wirtschaft

Sehr geehrter Herr Schroll ! Die Wirtschaft hat keine Möglichkeit als " Abgangsfirma " in der heutigen Zeit zu bestehen. Daher ist ein zusätzlicher freier Tag für manche nicht leistbar. Auch Ihr Schuldenstand der Stadt steigt drastisch: von 16,9 Millionen Euro auf 21,6 Millionen Euro. Sollte man nier nicht verantwortungsvoller mit den Ressourcen umgehen ?


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